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Kultur Peter Sellars bei den Kunstfestspielen
Nachrichten Kultur Peter Sellars bei den Kunstfestspielen
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00:21 12.05.2019
Freuen sich, dass es los geht: Intendant Ingo Metzmacher und Starregisseur Peter Sellars in der Herrenhäuser Galerie. Quelle: Villegas
Hannover

Das Klima retten mit Musik, das müsste doch gehen. Zumindest dann, wenn man solche ökologisch unbedenkliche Energie wie Peter Sellars. Der US-Starregisseur ist ein Highlight der Kunstfestspiele – die heute starten – und probt schon intensiv an der Eröffnungspremiere.

Und ist restlos von Garten und Kunstfestspielen begeistert. „Hier passiert doch genau das, was wir wollen, eine ökologische Zivilisation.“ Und die müssten wir in den kommenden 15 Jahren erreichen. „Wir kommen hier zusammen, um uns durch die Kunst inspirieren zu lassen.“ Die Herrenhäuser Gärten sind schlicht „ein Juwel“.

Und das wäre der richtige Rahmen für das Stück, das Peter Sellars mit nach Hannover gebracht hat. Die Eröffnung ist dem legendären Astronomen gewidmet: „Kopernikus“ von Claude Vivier, eines der ruhigsten Stücke in der Welt, wie Sellars verspricht, Und das sei auch nötig, weil wir Ruhe brauchen, „denn die gesamte Welt ist zur Zeit im Angriffsmodus“. Es gibt soviel Gewalt, Lärm, Stress. „Und dieses Stück ist eine echte Zuflucht“. Und dazu braucht man einen der besten Chöre für diese Art von Musik – die Kunstfestspiele lassen dafür den New Yorker Kammerchor mit dem seltsamen Namen „Roomful of Teeth“ einfliegen.

In Hannover ist der viel gefragte Regisseur (Salzburg, New York, Paris, London) wegen „meines Freundes Ingo“. Man hätte schon viel voneinander gehört, auch mal parallel an die verschiedenen Opernhäusern gearbeitet, aber noch nie sei es zu einer direkten Kooperation gekommen.

Die Geburtstagsfeier am Sonntag ist für Ingo Metzmacher ganz wichtig: „Wir wollen uns noch stärker öffnen gegenüber der Stadt, die es uns ermöglicht, zu gedeihen, blühen und zu wachsen.“

Und die Stadt revanchierte sich mit freundlichen Worten. Bürgermeister Thomas Hermann bekannte sich zu den Kunstfestspielen („Ich habe schon viele Veranstaltungen besucht“) und betonte die internationale Ausstrahlung.

Die Kunstfestspiele laufen dann bis 26. Mai, zu den weiteren Highlight gehören das Frank-Zappa-Konzert mit dem Ensemble Modern in der Eilenriede-Halle (18. Mai), das Konzert mit Stargeiger Gidon Kremer in der Galerie (22. Mai) und die Performance von Regisseur Romeo Castellucci.

Der Kartenvorverkauf läuft bemerkenswert gut, einige Veranstaltungen sind schon ausverkauft, für andere gibt es nur noch Restkarten.

Tickets gibt es an der Vorverkaufsstelle der Kunstfestspiele in Herrenhausen sowie den NP-Ticktetshops.

Zehn Jahre Theater und Musik, Film, Tanz und Performance in den Herrenhäuser Gärten – die Kunstfestspiele feiern am Sonntag richtig und richtig lange Geburtstag und laden Kunstbegeisterte mit Freunden, Kindern und Verwandten zum großen Fest der Künste ein (zu den meisten Veranstaltungen ist der Eintritt frei).

Von 14 bis 24 Uhr am 12. Mai erwarten die Besucher im Ambiente der königlichen Gärten Kino, Kunst, Konzerte und auch eine ganz große Torte, die um 15 Uhr angeschnitten wird. Zu den Highlights des Festtages zählen die Platzkonzerte von Opus 112 und Ingo Metzmacher um 14.30 und 16.30 Uhr im Schlosshof zum Großen Garten (der Intendant dirigiert die Kapelle der Feuerwehr Hannover). Um 16 und 17 Uhr steigt eine Performance von Sylvia Palacios Whitman (Orangerie). Für die Kinder gibt es Klangobjekte zu entdecken, ein Workshop bittet zum Mitmachen, und das Figurentheater Seiler führt den Klassiker „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ auf. Ab 17 Uhr wird gegrillt. Abendliche Höhepunkte sind die Konzerte von Jocelyn B.  Smith im Gartentheater sowie von Aron Ottignon im Festivalzelt.

Das komplette Programm steht in der Festivalzeitung – die gibt es kostenlos an der Vorverkaufskasse der Festspiele in Herrenhausen.

Das erste Kunstwerk steht schon – und sieht ein wenig nach Freibad aus. Das Offenbacher Künstlerkollektiv YRD hat ihren „Copy Service“ im Ehrenhof des Schlosses Herrenhausen aufgebaut. Und der Titel versteht sich wortwörtlich. Das Ganze ist eine Art originalgetreue Gussform der Schlossfassade. „Wenn man will, kann man das Schloss überall auf der Welt nachformen“, so Yacin Boudalfa. In Herrenhausen ist das Spiel mit Originalität, Erhabenheit und königlichem Pathos des Schlosses begehbar. Und von oben einzusehen – Besucher der Kunstfestspiele können über die Kaskade auf die Schlossterrasse gelangen und sich die Skulptur von oben anschauen. Die Gruppe YRD arbeitet an der Schnittstelle von Raum, Skulptur und Aktion.

Von Henning Queren

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