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Kultur Musical-Gala im Kuppelsaal
Nachrichten Kultur Musical-Gala im Kuppelsaal
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16:54 13.03.2019
Bissfest: Das Musical setzt immer auf große Gefühle und ebensolche Gesten. Das bringt sogar Vampire zum Tanzen. Quelle: Foto: Gentile
Hannover

Berühmte singende Katzen im Mondschein, der Ritt eines verliebten Paares auf einem fliegenden Teppich oder der Besuch in der afrikanischen Savanne – eine Musicalgala wie sie sein soll. Mit einer Zugabe, die passender nicht hätte sein können.

Doch zuerst katapultieren die „Rocky“-Fanfare sowie „Eye of the Tiger” die Musicalhungrigen im Kuppelsaal sofort in den Boxring. Die bunte Rock’n’Roll-Welt von „Grease“ und Abbas energiegeladener „Mamma Mia“-Cocktail bringen gute Laune, extrem hoch dosiert.

„Tanz der Vampire“ und „Das Phantom der Oper“ entführen das Publikum in eine düstere Welt voller Geheimnisse und zwielichtiger Personen während reduzierte Maskendarstellungen über die LED-Leinwände flackern.

Aber auch Pop- und Rocksongs von Ed Sheeran und Unheilig finden ihren Weg in das Programm. Ein kleines Highlight: Elsa und Anna aus Disney’s „Frozen“ singen „Let it go“. Zarte weiße Gaze wehen verträumt über die Bühne, Eiskristalle glitzern auf der Leinwand.

Besonders Darsteller Daniel Tejeda Saenz sticht mit seinem Charme und Witz sowie seinem Conchita-Wurst-Look ins Auge. Er verkörpert an diesem Abend den Judas in „Jesus Christ Superstar“, provoziert und kokettiert in Mieder und Strapsen als „Sweet Transvestite“ Frank N. Furter oder schlurft als Udo Lindenberg in „Hinterm Horizont“ über die Bühne. Wobei er in seinem Kostüm und mit seiner Körperhaltung eher wie Lemmy von Motörhead mit einer halben Flasche Jack Daniels intus daherkommt. Er ist der Entertainer des Abends.

Die Inszenierung verzichtet gänzlich auf Bühnenaufbauten. Lediglich die Kostüme sind abwechslungsreich und detailverliebt. Die Stimmen der sechs Sängerinnen und Sänger stehen ganz klar im Vordergrund. Ob Solo-, Duett- oder Ensemblenummern – jede Präsentationsform funktioniert. Jede Gesangsstimme überzeugt und begeistert, vor allem im Queen-Musical „We will rock you“. Das Programm ist schnelllebig ohne zu hetzen, mitreißend und vielseitig ohne dabei effekthascherisch zu sein.

Die Show muss aufgrund eines gesundheitlichen Zwischenfalls im Publikum kurz vor dem Finale für eine halbe Stunde unterbrochen werden. Das Ensemble nimmt professionell und nicht minder energiegeladen das Programm wieder auf.

Udo-Jürgens-Klassiker bringen die Stimmung zurück. Zur Zugabe stehen dann alle. Nach einer „Time Warp“-Mitmachchoreografie und einem Lichtermeer bei „The Show must go on” beenden einen Abend voller Emotionen auf und vor der Bühne.

Von Aline Westphal

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