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Kultur Maybebop im Aegi-Theater
Nachrichten Kultur Maybebop im Aegi-Theater
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16:06 31.03.2019
Hände hoch: Maybebop mit ihrem neuen Bühnenprogramm im Aegi. Das macht Spaß. Quelle: Villegas
Hannover

Ausverkauft, das Theater am Aegi platzt bald vor guter Laune und von gut 1100 Zuschauern. Doch für Vier soll es ein anstrengender Abend werden: „Das ist einer der schwersten Tage für uns – die Premiere!“. Merkbar konzentriert präsentieren Maybebop ihr zehntes Bühnenprogramm „Ziel:los!“. Und mit „Los“ geht es ab für die vier Typen in den schicken Anzügen, mit den Mikrofonen in der Hand und dem Schalk im Nacken.

Äußerlich charmant, sollte man sie nicht unterschätzen, kritisch sind sie allemal. Das Publikum lacht über Helikopter-Eltern und deren überbewertete Schulkinder, während Maybebop „Mit dem SUV auf den Schulhof“ singen. Ihre neue CD erscheint leider erst im Sommer. Doch ansonsten stimmt das Timing von Jan Bürger, Countertenor, Lukas Teske, Tenor und Beatbox, Oliver Gies, Bariton und als Aushilfe für Sebastian Schröder, der gerade pausiert, Christoph Hiller, Bass. Und sie sind auch nachdenklich: In „Gegen die Natur“ setzen sie sich mit den aktuellen Verhältnissen nicht nur in Deutschland auseinander, schlau und gerecht: „Eine Türkin im Parlament und ein schwarzer Präsident“.

Maybebop beziehen Positionen und scheuen keine ernsten Themen in ihren Liedern. „Dichter Nebel“ handelt von einer Demenzerkrankung, ist persönlich und ehrlich. Bei „Lokomotivführer“ geben sie sich augenzwinkernd und mit einem gesungenen Saxofon-Solo.

Das Publikum tobt lauter als die Gruppe, wahre Fans schwenken jetzt Papierschiffchen zu „Am Samstag will die Süße mit mir segeln gehn“. „Jein“ von Fettes Brot, bringen sie auf sächsisch. Nach „Bohemian Rhapsody“ und einer Hymne auf den freien Menschen und seiner einzigen Erde – „Kein schöner Land“ – gibt es stehende Ovationen.

Von Kai Schiering

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