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Kultur Lea im ausverkauften Capitol
Nachrichten Kultur Lea im ausverkauften Capitol
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14:35 31.03.2019
Deutschpop: Lea publikumsnah im ausverkauften Capitol. Quelle: Heusel
Hannover

Im Deutschpop gibt es bald mehr Musiker mit einem Sound für Arenakonzerte als Fußballstadien, um sie abzuhalten: Giesinger, Bourani, Glasperlenspiel. Mit dem Album „Zwischen meinen Zeilen“ plus gleichnamiger Tour reiht sich jetzt Lea in diese Riege ein, mit Songs über das Heimkommen, Fernbeziehungen, Einsamkeit – und 1600 Fans, meist jugendlich, singen im ausverkauften Capitol jede Silbe mit. Ob „Wunderkerzenmenschen“ oder das bewusst benannte „Kennst Du das“ – worüber Lea-Marie Becker singt, das kennen wir alle, da fühlt sich jeder ultimativ angesprochen.

Einen rapiden Aufstieg hat Lea hinter sich, „Vor zweieinhalb Jahren“, das betont sie immer wieder, „haben wir noch vor vier Leuten gespielt“. Der bescheidene Beginn ändert nichts daran, dass dieser Sound schon immer für ein größtmögliches Publikum gedacht war: Die textlichen Allgemeinplätze in „Fahrtwind“ und „Wohin Willst Du“ wären leichter zu verkraften, wären sie nicht in ein so blutleeres Soundbild eingebettet. Nur, als Lea zur Mitte des Konzerts alleine am Keyboard steht, lässt sich ein Eigengeschmack ausmachen, dann bringt sie Balladen mit Lagerfeuercharakter.

Die 26-jährige hat in Hannover studiert, geht öfter ins Publikum hinunter und lässt Fans aus der ersten Reihe ins Mikrofon singen. Nahbar ist sie, und ruft das Publikum auf, sich daheim kreativ auszuleben. Aus ihrer neuen Heimat Berlin hat sie ein paar Sounds mitgebracht: „Landebahn“ bedient sich mit tiefen, elektronischen Klängen im Underground der Hauptstadt. Zum Abschluss: „Ein Liebeslied“ ist vielleicht der beste Song des Abends.

Von Lilean Buhl

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