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Kultur Kriegsschauplatz: Meinrad Schades Fotos in der GaF
Nachrichten Kultur Kriegsschauplatz: Meinrad Schades Fotos in der GaF
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17:51 11.02.2019
Kosmetik: Der Künstler Eliasaf Myara hübscht in Israel einen Straßenbunker auf. Quelle: Fotos: Meinrad Schade/Laif
Hannover

Vor dem Krieg kommen die Bilder, die von der eigenen glorreichen Vergangenheit, von eigenen Helden und vom Feind, der ein gesichtsloser Pappkamerad bleibt. Der Fotograf Meinrad Schade sucht genau diese Bilder neben den Kriegsschauplätzen, und jetzt zeigt er sie, in der hannoverschen Galerie für Fotografie GaF.

„Krieg ohne Krieg“ heißt das Langzeitprojekt, an dem der Schade, einer der bedeutendsten Schweizer Fotografen, seit mehr als 20 Jahren arbeitet, bis 2012 in verschiedenen Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die GaF zeigt vor allem seine Reihe „Unresolved“ aus dem Pulverfass Naher Osten. „Jedes Bild hat mit dem Konflikt zu tun, aber es ging darum, andere Motive zu finden“, sagt er. Insgesamt sieben Monate verteilt auf sieben Reisen verbrachte er dort.

Schade zeigt Gegenden, in denen der Krieg alltäglich ist und in allen Bereichen des Alltags alltäglich. Er zeigt jüdische Siedler im Westjordanland beim „Sicherheitstraining“, also bei Schießübungen auf einem Gelände, das zu einer Touristenattraktion geworden ist.

Er besuchte die Trauerfeier für einen palästinensischen Selbstmordattentäter, die von den Verwandten in routinierter Sinnsuche zum Medienereignis gemacht wurde. Oder er schaut dem israelischen Künstler Eliasaf Myara über die Schulter, der per Airbrush einen Bunker mit einer weltfernen Ansicht des historischen Jerusalem verschönert.

„Trauer ist für mich nicht verhandelbar, aber irgendwann fängt die Propaganda an“, sagt Schade. Es sind Bilder, die den Blick schärfen, die jede Propaganda entlarven und schal werden lassen. Der Krieg, er beginnt in Bildern. Diese Fotografien sind ein Fanal dagegen.

Die Ausstellung läuft bis 24. März.

Von Stefan Gohlisch

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