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Kultur „Klangbrücken“ mit Steve Reich
Nachrichten Kultur „Klangbrücken“ mit Steve Reich
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00:22 24.02.2019
Gemeinsame Konzerte: Intendant Michael Klügl und Gaby Sand vom Sprengel Museum.
Gemeinsame Konzerte: Intendant Michael Klügl und Gaby Sand vom Sprengel Museum. Quelle: Foto: Queren
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Hannover

Tranceartige Trommelrhythmen, manchmal lässt er Mikros pendeln und besingt die Schönheit der Wüste: Steve Reich gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen US-Komponisten, ist Mit-Entwickler einer eigenen Musiksprache („Minimal Music“) und bestreitet in diesem Jahr das Festival „Klangbrücken“ (1. bis 7. Mai), das die Oper vorstellte.

Im Zentrum steht das Riesenwerk „Desert Music“ (5. Mai), für das das Staatsorchester extra einen Spezialistenchor holt (ChorWerk Ruhr). Los geht es im Ballhof mit dem „Pulse of Nature“, mit dem Dirigent Thorsten Enke ausdrücklich an die Auswirkungen des Klimawandeln mahnen will. Von Reich gibt es unter anderem ein neueres Werk von 2015: „Pulse“ – alles erweitert durch Live-Videos.

Steve Reich ist mittlerweile 82, freut sich über das Festival, kann aber nicht kommen, weil er zur gleichen Zeit eine Uraufführung in Los Angeles betreut. Außerdem war er ja bereits einmal in Hannover – bei den Kunstfestspielen 2016 (Videooper „Three Tales“) – und hatte sich auch in Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Im Konzertprogramm ist in diesem Jahr auch das Sprengel Museum stark vertreten, holt am 4. Mai das Ensemble S für das hypnotische Reich-Stück „Drumming“ ins Haus: Angelegt ist der Abend als Wandelkonzert (auch mit der „Pendulum Music“), das im Auditorium enden wird. Aber auch der beliebte Calder-Saal wird bespielt unter anderem am 5. Mai vom Ensemble Megaphon mit Werken von Reich, Terry Riley und Morton Feldman.

Zum Abschluss gibt es am gleichen Ort unter dem Titel „Minimal Art“ Steve Reichs berühmte „Different Trains“, die sich Zügen in verschiedenen geschichtlichen Epochen (Zweiten Weltkrieg) widmen, und außerdem die ganz frühe „Clapping Music“ von 1972, die durch genau getaktetes Händeklatschen erzeugt wird.

Die Musikhochschule beteiligt sich mit einem der Reich-Hauptwerke am Festival: Die „Music for 18 Musicians“ pulsiert am 3. Mai im Richard-Jakoby-Saal.

„Wir wollen die Ohren öffnen für alles, was uns umgibt“, so Opernintendant Michael Klügl über den Sinn des Festivals, das weitgehend von hannoverschen Kräften bestritten wird: „Erstaunlich, was man hier durch Vernetzung erreichen kann.“

Von Henning Queren

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