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Kultur Interview mit Beatrice Egli
Nachrichten Kultur Interview mit Beatrice Egli
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00:21 23.11.2018
Gute Laune garantiert: Beatrice Egli weiß, wie es geht.
Gute Laune garantiert: Beatrice Egli weiß, wie es geht. Quelle: anitabresser
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Hannover

Kaum eine Schweizerin ist im deutschen Schlager so erfolgreich wie Beatrice Egli. Die 30-Jährige mit der Gute-Laune-Mentalität ist im Capitol. Mit der NP sprach sie über männliche Groupies und Schlager als Therapie.

Beatrice Egli, ihr Album „Wohlfühlgarantie“ bietet eine Mixtur aus Schlager, Pop, Latin und sogar Rock. Sind Sie angetreten, den Schlager zu entstauben?

Absolut! Wenn ich etwas kann, dann ist es entstauben. Mein Album hat auch viele Pop-Elemente, aber was die Melodieführung und die Sprache betrifft, ist es immer noch der Schlager, wie man ihn kennt. Ich lebe den Schlager, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht mit der Zeit gehe.

Ihr Album heißt „Wohlfühlgarantie“. Warum?

Ich möchte Musik machen, die den Leuten Energie gibt, die sie motiviert, ihren Weg zu gehen. Auf meiner Platte sind auch nachdenkliche Songs wie „Sie“. Er erinnert uns daran, dass wir nur eine kurze Zeit zur Verfügung haben, um zu leben.

Wie kam es zu dem wütenden Trennungslied „Ich denk nur noch an mich“?

Ja, das Leben inspiriert! Wenn ich darüber spreche, merke ich, dass ich damit gar nicht alleine bin. Es gibt viele Menschen, die diese Erfahrung mit mir teilen. Ich hoffe, ich kann ihnen Mut machen, wieder aufzustehen und an sich zu denken. Wenn du merkst, dass dir ein Mensch nicht gut tut und dich runterzieht, musst du auf dich schauen und deinen eigenen Weg gehen.

Halten Sie jetzt Abstand von Womanizern?

Das Gute am Älterwerden ist, dass man gewisse Dinge definitiv sein lässt. Wenn ich merke, jemand tut mir nicht gut, dann streiche ich ihn rigoros aus meinem Leben.

Singen hat angeblich etwas Therapeutisches.

Ehrlich? Deswegen geht es mir wahrscheinlich immer so gut! Es ist schon so, dass ich in Songs gewisse Sachen verarbeite. Ich suche ganz bewusst Songs aus, die mir gut tun und so geht es mir dann auch auf der Bühne. Ich bin auch eine Frau, die gerne mal die Nacht zum Tag macht.

Gibt es eigentlich männliche Groupies?

Ja, die gibt’s in beiden Richtungen und allen Altersklassen. Anstelle von Groupies nenne ich sie lieber „große Fans“. Das sind sehr treue Fans!

Haben Sie je an sich gezweifelt?

Ich habe mir anfangs viele Gedanken gemacht, ob ich es wirklich schaffen kann, von der Musik zu leben. Es gab schon Momente, in denen ich unsicher war, wie ich meine Miete bezahlen soll. Aber es war immer mein Traum, von der Musik zu leben und nicht arbeiten zu gehen, um singen zu können. Da gab es schon mal Zweifel, aber mein Glaube, es zu schaffen, war stärker.

Ans Aufgeben haben Sie nie gedacht?

Nein, das ist mein Naturell: Ich sehe jede Niederlage als Ansporn. Ich lebe nach dem Motto: „Hinfallen ist keine Schande, nur liegen bleiben“. Aus Rückschlägen habe ich viel mehr gelernt als aus Erfolgen.

Trinken Sie vor jedem Auftritt ein Glas Sekt?

Nein! Das wäre sehr schlecht, ich trinke nämlich gar keinen Alkohol.

Von Olaf Neumann

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