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Kultur Mamma Mia, was für eine Show in der Swiss-Life-Hall
Nachrichten Kultur Mamma Mia, was für eine Show in der Swiss-Life-Hall
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22:42 06.03.2019
Super Trouper: Das Cover-Ensemble glänzt im Scheinwerferlicht. Quelle: Behrens
Hannover

Da geht sie dann wieder ab, die „Mania“, die „Abbamania“. An die erinnern sich viele in der Swiss-Life-Hall, diese Wahnsinnszeit der späten 1970er. Und genau danach ist die Tribute-Show benannt, die sie umgebremst wieder aufleben lässt – wenn die ersten Takte von „Waterloo“ angestimmt werden.

Aber, und das ist das Besondere, es gehen auch die mit, die die Abbamania damals gar nicht erlebt haben können: Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny haben eben Mehrgenerationen-Melodien geschaffen, viele junge Zuschauer sind da, angefixt durch den „Mamma Mia“-Film oder die starkbleibende Radiopräsenz. Und auch für Hochzeits-DJs ist ABBA nach wie vor die beste Band, um die Leute vom Buffet zu locken: Ein Revival ist im Gange, das beinahe länger dauert, als die Band im Original existierte.

Schnell ist die Halle eingestimmt, denn die Hits kommen geballt: „Mamma Mia“, „Money Money Money“, „Take A Chance On Me“ – die können wir alle mitsingen, „Ring Ring“ nur nicht, weil die Band den Titel im schwedischen Original spielt: ABBA nahmen in ihrer Frühphase einige Titel zweisprachig auf.

Die Bühne ist aufgemacht wie eine der unzähligen Fernseh-Musikshows, in denen ABBA Dauergast waren. Silberner Flügel, weiße Treppen, Björn in einer Wahnsinns-Schlaghose. Dass hier aber gar nicht die Originale oben stehen, macht kaum einen Unterschied: Ulrika Maria Gustafson (die als Agnetha für die schwangere Cecilia Blomberg einspringt) und Maria Höglund (Anni-Frid) singen und bewegen sich originalgetreu, die Frisuren sitzen, das London Symphonic Rock Orchestra und die Waterloo-Band machen einen satten Disco-Sound. Als ABBA 2018 neue Songs ankündigte (auf die die Fans immer noch warten), sollten diese von Hologrammen performt werden. Aber warum? – fragt man sich bei dieser Besetzung.

Mamma Mia! Die Abba-Tribute-Show begeistert 2000 Besucher in der Swiss-Life-Hall. Das Cover-Ensemble spielt unvergessene Songs der vier schwedischen Popsterne.

 

Wer nach personeller Legitimierung sucht, bekommt diese in Form von Ulf Andersson und Janne Schaffer, die bei Originalaufnahmen und Auftritten Saxofon und Gitarre bemannten. Nach seinem Saxofon-Part bei „I do I do I do“ spielt Andersson noch die Querflöte in „Fernando“ – und verpasst seinen Einsatz bei einem Instrumental-Stück, weil er über ein Kabel stolpert: ein kleiner anfänglicher Wackler, der das Konzert auflockert.

Denn nach über zehn Jahren Laufzeit büßt diese Show für ihre Perfektion ein bisschen Spielfreude ein – zumindest bis zur Mitte des Konzerts, dann tauen die 2000 Besucher auf, stimmen „Chiquitita“ und „Super Trouper“ mit an und erheben sich aus den Sitzen. Zu einem Medley mit „I Have A Dream“, „S.O.S.“ und „Honey, Honey“ fordern die schwedischen Darsteller zum Schunkeln auf, „das habt Ihr ja hier in Deutschland erfunden“.

Am Ende des kurzweiligen Abends bleibt (fast) kein Hit aus, Balladen wie „One Man, One Woman“ dominieren die zweite Hälfte, das Publikum schmachtet und die Streicher spielen ihr Potenzial aus.

Auch wenn die Manie von damals nicht ganz erreicht wird: Abbamania ist und bleibt die beste ABBA-Show, die der Planet zu bieten hat – zumindest, bis die Hologramme kommen.

Von Lilean Buhl

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