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Kultur Eckart von Hirschhausen im Aegi-Theater
Nachrichten Kultur Eckart von Hirschhausen im Aegi-Theater
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16:15 12.03.2019
Lässig: Eckart von Hirschhausen mit Hosenträgern auf der übersichtlich dekorierten Bühne des Aegi-Theaters. Quelle: Behrens
Hannover

Er hat sich Zeit genommen und meint es ehrlich: „Ich bin Arzt – ich möchte Sie gut behandeln und dass jeder von Ihnen heute einen Gedanken mit nach Hause nimmt“, begrüßt der Eckart von Hirschhausen das ausverkaufte Theater am Aegi.

Das letzte große Thema steht heute auf dem Plan: die Zeit. Von Hirschhausen sinniert und philosophiert über das Leben, das Alter („Der Ruf der zweiten Lebenshälfte ist miserabel“), den Tod und über die Probleme, unter denen die Welt gerade leidet, mal durchaus nachdenklich, doch überwiegend humorvoll und locker.

Die Bühnengestaltung: ein Naturpanorama, das sich über den gesamten Hintergrund erstreckt, eine gemütliche Ohrensessel-, Schaukelpferd-Situation auf der einen, ein Klavier auf der anderen Bühnenhälfte. Seine Show ist wie immer eine Mischung aus Wissen und Unterhaltung, komplimentiert durch eine Art Werbeblock fürs Gut-Mensch-Sein.

Dabei hat er Zaubertricks und Schattenspiele im Gepäck, reitet gemeinsam mit seinem Pianisten im Schnelldurchlauf durch die Musikgeschichte und singt – ja, singen kann er auch – Lieder über Weinbergschnecken und Ritter-Sport-Versuchungen.

Er klärt darüber auf, dass Tanzen zu mehr Licht im Hirn führt, dass Zufriedenheit eine U-Form macht und gibt dem Publikum eine amüsante Einweisung ins effektive Beckenbodentraining. Seinen Zuhörern Ratschläge und Gedanken mit auf den Weg zu geben scheint dabei Eckart von Hirschhausens Spezialgebiet zu sein. Neben einem Maßband für das Messen von Bauchfett, das auf jedem Platz ausliegt, hat er fünf einfache Tipps für langes Leben in nur fünf Sekunden parat: nicht Rauchen, Bewegen, Gemüse, Erwachsen werden, Kind bleiben.

Als große bunte Luftballons ins Publikum geworfen werden und die Zuschauer zu Spielkindern werden, kommentiert der Kabarettist wie ein Oberlehrer das Geschehen. Mitunter sind genau solche Erläuterungen, der imaginäre Zeigefinger und das Aufmerksam machen auf seine wohltätigen Projekte allerdings etwas zu präsent.

Bevor das Publikum jedoch Gedankenvertieft entlassen wird, trommelt der Medizinmann seinen Stamm noch einmal zum Lagerfeuer, um den Abend und irgendwie auch das Leben zu reflektieren, wobei „für etwas brennen“ als eine Botschaft mit nach Hause genommen werden kann.

Mit einer deutschen Version von „Fly me to the Moon“ und einem frenetischen Applaus, der digital aufgezeichnet und den Zuschauern zum Download bereitgestellt wird, verabschiedet er sich. Heute kennen ihn nicht nur alle, diesen Eckart von Hirschhausen, heute nehmen sie ihn und seine Gedanken mit nach Hause. So, wie er es sich gewünscht hat.

Von Aline Westphal

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