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Kultur Chormusical über Martin Luther King in der Swiss Life Hall
Nachrichten Kultur Chormusical über Martin Luther King in der Swiss Life Hall
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17:57 16.02.2020
Engagement für Gerechtigkeit: Das Martin-Luther-King-Musical in der Swiss Life Hall. Quelle: Kutter
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Hannover

„I have a dream“. Diese weltberühmten Worte sprach am 28. August 1963 Martin Luther King in Washington/DC bei der großen Demonstration für Frieden und Gleichberechtigung vor über 250.000 Menschen, darunter 60.000 „Weiße“.

Daraus kann man ein Musical machen. Das gastierte gleich zweimal in der Swiss Life Hall. „Das Chormusical Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ zog zusammen mehr als 4.000 Zuhörer, von jung bis alt. Die bestuhlte Halle war jedes Mal fast ausverkauft.

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In jeder Stadt wird ein Massenchor gebildet

Das Besondere: Das aufwendige Chormusical hat nicht nur acht internationale Gesangssolisten und eine zehnköpfige Bigband (inklusive Orgel, Keyboards, Gitarre) dabei, hier singt auch ein Megachor mit genau 1064 Sängerinnen und Sängern, aus Hannover, der Region und weit darüber hinaus.

Die Idee dieses Chormusicals: In jeder Auftritts-Stadt wird solch ein Massenchor gebildet, der dann Teil der Aufführung ist. Das Werk kreierten Andreas Malessa (Libretto) und die Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken. Es ist ein Projekt der Stiftung Creative Kirche (Veranstalter) in Kooperation mit dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Regie: Andreas Gergen).

Mischung aus verschiedenen Genres

Die Dirigenten (in jeder Stadt andere) sind in Hannover Jochen Arnold und Micha Keding (Chor). Der Sound ist top, glasklar. Da ist die schöne Musik, ohne Ecken und Kanten zwar, immer harmonisch, mit eingängigen Melodien und sehr guten Arrangements – eine Mischung aus Gospel, Rock’n’Roll, Motown und Pop.

Die Texte (hauptsächlich deutschsprachig) passen zur Musik. Sie werden auf zwei seitlichen Leinwänden stets eingeblendet.Der Megachor – er nimmt die gesamte gegenüberliegende Tribüne ein, hinter der Band und der offenen Bühne – singt auf den Punkt. Mit tollem vollem Klang, sehr guter Sprachverständlichkeit, auch mit Verve und Groove. Klasse.

Handlung spielt in den 60er-Jahren

Große Freude machen auch die Solisten mit ihren Soul-Stimmen und ihrem gelungenen Schauspiel, da reichen die einfachen Requisiten. Allen voran Gino Emnes als Martin Luther King, berührend singt er „Ich hab den Traum“ (mit Chor). Ebenso „Wer zum Bösen schweigt“. Wunderbar auch das Duett „Damals“, gesungen von Peti van der Velde (als Ehefrau Coretta Scott King) und Bonita Niessen (als Arbeiterin Rosa Parks, die sich weigerte ihren Sitzplatz im Bus für einen „Weißen“ frei zu machen). Eindrucksvoll auch die Gesänge bei beiden Versionen von „We shall overcome“. Schöne Idee: Die „Heilige Geistin (Karolin Konert) als Kraft spendende Überirdische.

Die Handlung spielt in den 1960er-Jahren: Familiäres wird erzählt, der Marsch auf Washington DC bis zum tödlichen Schuss (4. April 1968). Das kurzweilige, zweistündige Musical zeigt, welche Kraft im Engagement eines Einzelnen steckt. Langer starker Applaus und stehende Ovationen.

Von Christian Seibt

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