Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Choreography 33 mit 19 Finalisten
Nachrichten Kultur Choreography 33 mit 19 Finalisten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 07.05.2019
Tanz in Blau: „Father Told Me“ von John Wannehag kommt ins Aegi. Organisiert von der Ballettgesellschaft: Helmut Jochheim (Foto unten) und Birgit Grüßer. Quelle: Foto: Ballettgesellschaft/Queren
Hannover

Ballett braucht Musik. Aber solche? Die Quetschenpolka von der Band Musiblos’n Haibach, die Berg Buam spielen auf – und dazu gibt es hochkomplexe Tanzmuster. Und auch was zu lachen. Der Choreograph ist Deutscher. Der einzige, der es beim 33. Internationalen Choreographenwettbewerb in die Endrunde geschafft hat.

Das weltweit beachtete Tanzereignis aus Hannover steigt in diesem Jahr am 21. und 22. Juni. Gestern präsentierte die Ballettgesellschaft das Teilnehmerfeld, das von allen fünf Kontinenten stammt.

Griechen sind dabei, Südafrikaner, Spanier, Chinesen, Italiener, Kubaner, Schweden. „Wir haben ein selten starkes Angebot“, so Helmut Jochheim. In diesem Jahr würden sehr viele größere Gruppen anreisen, nach den vielen Duos bei den vergangenen Wettbewerben.

Was die Veranstalter vor nicht geringe Probleme stellt: Denn es fallen mehr Reise- und Unterbringungskosten an. Wie bei dem Stück „13“ des spanischen Choreographen José Tirado Pulido, das sich nur mit 13 Tänzern realisieren lässt, von denen vier auch noch aus Taiwan kommen müssen. „Die haben wir dann eben in der Jugendherberge untergebracht“, so Geschäftsführerin Birgit Grüßer. „Das alles geht auch nur, weil die jungen Tänzer für ihre Sache brennen“, so Jochheim. Und weil der Wettbewerb einen so guten Ruf weltweit hat. In Hannover dabei gewesen zu sein und dann vielleicht noch einen Preis bekommen zu haben, sei für die Choreographen und Tänzer das Größte.

Und Preise gibt es immer mehr. Neben den eigentlichen Platzierungen eins bis drei, einem Kritiker- und einem Publikumspreis werden die Produktionspreise immer wichtiger. Hier können die Gewinner unter professionellen Bedingungen an großen Häusern arbeiten – und so bemerkenswerte Karrieren starten. Marco Goecke, Hannovers neuer Ballettchef und mittlerweile international gefragter Star, hat sich auch in jungen Jahren in Hannover präsentiert. Im Gespräch ist auch, dass eine Arbeit für Auftritte in Peking und Hong Kong eingeladen wird.

Auf das Publikum wartet ein spannender Wettbewerb, bei dem 19 Produktionen konkurrieren werden. Das reicht von ganz klassischen Arbeiten bis zu eher humoristischen Sachen wie „Manbusha“ vom Italiener Pablo Girolami, bei dem irgendwie das Balzverhalten großer Vögel nachgeahmt wird. Die Musik ist entsprechend vielfältig, Tanz zu Bach, chinesischer Volksmusik, junger Avantgarde, Patti Smith, Dolly Parton. Und eben zu bayerischer Blasmusik: „Wer ko, der ko“ von Dustin Klein ist vom klassischen Schuhplattler inspiriert.

Der Kartenvorverkauf (in den NP-Ticketshops) ist bereits gestartet: Eintritt für die beiden Semifinals im Theater am Aegi am 21. Juni (von 19 Uhr an) und 22. Juni (von 14.30 Uhr an) kosten 19 Euro, fürs Finale und die Preisverleihung am 22. Juni (von 19 Uhr an) 27 bis 37 Euro.

Von Henning Queren

Kultur Steve Reich bei den Klangbrücken in der Staatsoper - Staatsorchester spielt „Desert Music“

Einsätze auf die Zehntelsekunde genau: Das Staatsorchester spielte bei den „Klangbrücken“ die höllisch schwere „Desert Music“ von Steve Reich – zusammen mit den „Common Tones“ von John Adams.

06.05.2019
Kultur Der Kind ist zurück mit Kotletten und Glitter - Elvis-Musical im Aegi-Theater

Seine Mega-Hits kommen alle. „Love me tender“: Im Aegi-Theater war „Elvis – das Musical“ zu Gast.

03.05.2019
Kultur Fünf Jahre und eine einzige Tischtennisplatte - Hayahisa Tomiyasu bei Scope

Scope zeigt die erstaunliche Fotoserie „TTP“ vom japanischen Fotografen Hayahisa Tomiyasu: Der hat fünf Jahre lang des Treiben rund um eine Tischtennisplatte eingefangen.

03.05.2019