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Kultur Caroline Hake bei „feinkunst e.V.“
Nachrichten Kultur Caroline Hake bei „feinkunst e.V.“
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15:45 25.10.2018
Gemeinsam für die Fotografie: Ricus Aschemann (links) und Olli Rohde („feinkunst e.V.“) vor der Reihe „Candy“ von Caroline Hake.
Gemeinsam für die Fotografie: Ricus Aschemann (links) und Olli Rohde („feinkunst e.V.“) vor der Reihe „Candy“ von Caroline Hake. Quelle: Queren
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Hannover

Sieht aus wie das Kommandopult aus irgendeinem interstellarem Raumkreuzer, himmelblauer Hintergrund, davor eine sandfarbene Fläche, darauf ein paar Mikrofone – so sah vor 20 Jahren das Studio der Tagesschau aus.

Das ebenso eindrucksvolle wie großformatige Foto stammt aus der Reihe „Monitor“, die die Galerie Scope bei „feinkunst e.V.“ präsentiert. Die Fotografin Caroline Hake ist dafür in TV-Studios gegangen, hat die teils quietschigen Kulissen („Glücksrad“, „Herzblatt“, wer sich noch erinnern mag) in bemerkenswerten Ausschnitten fotografiert.

Die Künstlerin arbeitet seriell. Wie auch bei der Serie „Candy“ mit bonbonbunten Süßigkeiten der besonderen Art. Dafür hat Caroline Hake eine Automesse erkundet und im Close-up die schimmernden Lackflächen der präsentierten Karossen abgelichtet, in denen sich die Lichtreflexe der Scheinwerfer spiegeln und die Bildflächen wie astronomische Ausblicke auf fremde Galaxien erscheinen lassen – dem Fetisch Auto gegenüber nicht ganz unangemessen.

Aber es geht auch schwarzweiß wie die 55-teilige Arbeit „Nonstop“ zeigt: eine Konzentration auf die Architektur der siebziger Jahre in Paris, alles menschenleer, besser kann man die Problematik dieser urbanen Gestaltungen kaum einfangen.

Dazu gibt es „Uniglory“ – entstanden während eines Arbeitsstipendiums in Los Angeles – wo auch wieder inszenierte Wirklichkeiten auftauchen wie eine Filmkulisse vom „Raumschiff Enterprise“. Nicht weit entfernt hängt der Mond, aufgenommen im Planetarium von L.A.

Ihre aktuellste Arbeit ist gleichzeitig die kargste mit dem bezeichnenden Titel „No Work“ und zeigt Gestrüpp in all seinen Facetten. Die Reihe ist entstanden während einer Rekonvaleszenz und lenkt den Blick auf reine Strukturen.

Die Ausstellung „Candies“ ist gleichzeitig die erste Kooperation von Ricus Aschemanns Galerieprojekt „Scope“, das seine Heimat in den Räumen von „feinkunst e.V.“ gefunden hat. Von den Räumen ist der Foto-Spezialist jedenfalls sehr angetan: „Größer und schöner als ich es vorher hatte.“ Geplant sind hier vier gehaltvolle Fotoausstellungen pro Jahr.

Caroline Hake, „Candies“, bis 11. Januar bei „feinkunst e.V.“, Roscherstraße 5.

Von Henning Queren

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