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Kultur Bücher zum Abschied von Staatsoper und Schauspielhaus
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16:06 11.06.2019
Ordentlich was los zwischen zwei Buchdeckeln: „Iggy Pop“ im Schauspielhaus (oben), „Candide“ in der Oper. Quelle: Henning Queren
Hannover

Wenn es nur nach Gewicht gehen würde, hätte das Schauspiel die profunderen Aufführungen hingelegt. „2009 – 2019“ heißt ebenso sachlich wie selbstsicher der Reader mit dem Überblick über die Ära von Lars-Ole Walburg.

Darin kann man blättern, seine Muckis trainieren oder auch Scheiben einwerfen, das Ding ist wirklich kiloschwer und kostet 15 Euro.

Die Oper geht da – äußerlich – etwas leichter ran, an Jahren mehr (2006 bis 2019), an Gewicht weniger, vom Titel her schlicht: „Das war’s“ sagt eigentlich alles und ist kostenlos in der Oper zu bekommen.

Beide Bände machen jeder auf seine Weise schon reichlich Spaß und richten sich direkt an die treuen Besucher, die große Oper und spannendes Schauspiel in Hannover erlebt habe,

Das Schauspielhaus geht alphabetisch vor, fängt logischerweise mit dem „ABC der Demokratie“ und endet mit teils sperrigen Texten über die Theaterbühne als Ort der Zeitexperimente, sie sei „Entschleunigungsoase und Erfahrungsraum“.

Was ohne Einschränkung auch für die Oper gilt, die chronologisch ihre Leistungsschau aufblättert – vom ersten „Otello“ bis zu Schrekers „Gezeichneten“. Die jüngste Monteverdi-Produktion „Poppea“ muss man sich als Programmheft dazulegen. In einem langen Interview blickt Intendant Michael Klügl auf seine Jahre in Hannover zurück – besonders auch auf die Junge Oper.

Beide Bände liefern auf jeden Fall den „Schön war’s“-Effekt. Als Coffeetable-Book macht das Schauspielband natürlich mehr her, von der Auswahl der Fotos und von der Zugänglichkeit her ist hier die Oper zu empfehlen. Schön ist, das beide Bücher im Anhang die würdigen, ohne die es die große Kunst gar nicht geben würde – die Menschen vor und hinter der Bühne.

Von Henning Queren

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