Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Adolf Muschg über „Fukushima“
Nachrichten Kultur Adolf Muschg über „Fukushima“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 21.09.2018
Japan-Fan: der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg
Hannover

Fukushima, der Name steht für eine Atomkatastrophe. Den Ort hat Adolf Muschg zum Schauplatz seine neuen Romans gemacht – aus dem er im Literaturhaus in drei Blöcken las.

Unzählige Male war der 84-jährige Schweizer bereits in Japan, viele seiner Werke beschäftigen sich mit japanophilen Themen, seit 1991 ist er mit einer Japanerin verheiratet. Die Story von „Heimkehr nach Fukushima“ (Beck, 244 Seiten, 22 Euro): Protagonist Paul Neuhaus erhält eine Einladung von alten Freunden sie in Japan zu besuchen. Es geht in eine Kleinstadt nahe Fukushima, hier soll eine Künstlerkolonie in der verstrahlten Zone aufgebaut werden. Es geht um Liebe, Adalbert Stifter.

Muschg liest aus der Szene des Sperrzonenbesuches von Paul und Geliebter Mitsu vor – in einem gelben Toyota, den bedrohlich klickenden Geigerzähler auf dem Armaturenbrett. Sie fahren „durch ein Kunstwerk der Verzweiflung“. Paul und Mitsu begegnen einer 75-jährigen Rückkehrerin, die auf ihrem Hof Unkraut spritzt, weil sie es ihrem kürzlich verstorbenen Gatten so versprochen habe. Im Literaturhaus wird es ganz still; die leise Szene berührt.

Wenn Muschg im Gespräch mit Moderatorin Katja Weise von Japan erzählt – von seinen Reisen, den Leuten – dann kommt er ins Schwärmen. Er selbst sei kurz nach dem Unglück in Japan gewesen. Die Reaktionen der Bevölkerung auf das atomare Drama mit seinen schwerwiegenden Folgen? Eine „vertraute Katastrophe“ für das krisenerprobte Japan, so Muschg, „eine Katastrophe, die irgendwann zur theoretischen Katastrophe wird, bei der nur noch der Geigerzähler erzählt“.

Am 28. Oktober sendet NDR-Kultur den Mitschnitt.

Von Aline Westphal

Kultur „Jubel, Trubel, Heiterkeit“-Tour - Johann König im Pavillon

Heiterkeit in der Extra-Klasse: Johann König war im Pavillon, sprach über Kinder als Ressourcenvernichter und buddhistische Standesämter.

21.09.2018

Die Stadt nimmt Kurs auf den Titel „Kulturhauptstadt 2025“, präsentiert ein Team für die Bewerbung und will in einem Jahr das „Bid Book“ vorlegen. Der Auftakt macht Mut.

20.09.2018
Kultur Staatsoper mit neuinszenierung von Stephan Langridge - „Tristan“-Premiere in Hannover

Tolle Musik, gut gesungen, kühl inszeniert: In der hannoverschen Staatsoper hatte Richard Wagners „Tristan“ umjubelte Premiere.

17.09.2018