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Kultur 257ers in der Swiss Life Hall
Nachrichten Kultur 257ers in der Swiss Life Hall
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15:58 25.11.2018
Hier ist die Party: 257er in der Swiss Life Hall Quelle: Wallmüller
Hannover

Die 257ers starten mit einer Entschuldigung: Dass das neue Album zur Tour nicht fertig geworden ist, tut Shneezin Schneider und Mike Rohleder wirklich leid.

Doch wie zum Ausgleich bringen die Essener neben patentierten Schwachsinnstexten und Kostümen einen extra lauten Sound mit in die Swiss Life Hall: Den 1 000 Fans im Azubialter pustet der Party-Rap des Duos bald die Ohren weg – ihre Songs, so sagen die MCs „haben das Zeug zum Vorsaufen“.

Damit wäre der Anspruch für den Abend abgesteckt, und die „Mutanten“, so nennen sich die 257ers-Hörer, könnten glücklicher nicht sein. „Baby Du Riechst“, „Go Ninja“, nach zwei bretternden Nummern ist das Moshpit eröffnet, und für ein gelungenes Konzert brauchen die Kids nur mehr davon: Von den brachialen Beats, den albernen Texten, dem prollig-neckenden Hin-und-Her zwischen den Songs.

Irgendwo im Bermuda-Dreieck zwischen K.I.Z., Alligatoah und den Atzen bewegen sich die 257ers – wer nur wegen „Holz“, Top Ten Hit 2017, da ist, wird vom trashigen Anarcho-Rave überrascht. „Jetzt kommt ein altes Lied, wo manche sagen: ‚was ist das für eine Scheiße‘“: „Spinat“ haben sich viele Fans gewünscht, jetzt bebt die Halle unter den Sprüngen. Auf der Bühne hopsen neben Schneider und Rohleder Kumpels in Kostümen herum, durch einen Schlauch wird Freibier ins Publikum geschüttet. Wer sich über die Hygiene von sowas Gedanken macht, ist gar nicht erst hier. Zu „Ja Sichael“ verspricht die Truppe, „die ganze Halle auseinanderzunehmen“.

Bis zum Gehtnichtmehr überdreht ist die ganze Show: Visuals, Verkleidungen, Volume – nach ein paar Minuten MC-loser EDM-Breitseite vom DJ kommt das Duo in Piratenkostümen wieder auf die Bühne, zu „Holland ist die geilste Stadt der Welt“ dann in oranjefarbenen Shirts. „Lekker Chocomel und Vla, denn wir sind high“ – das Saufen und Kiffen sind wohl die einzigen Themen, die die 257ers nicht ironisch angehen.

Na gut: Gegen Nazis und „alle, die anderen Menschen etwas Schlechtes wollen“ rufen sie zum Pogen auf, bei der Abrissparty sind alle willkommen, die mitmachen wollen.

Und wer nur „Holz“ hören wollte, der wird am Ende doch noch belohnt – nach der Heimwerkerhymne haben die 257ers dann wirklich alle Fans nach ihren besonderen Wünschen unterhalten.

Von Lilean Buhl

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