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Kultur Theater für Niedersachsen mit Spar-Spielplan
Nachrichten Kultur Theater für Niedersachsen mit Spar-Spielplan
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13:56 30.04.2009
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So gebe es in der kommenden Spielzeit nur noch fünf statt sieben Schauspiel-Produktionen, sagte Intendant Jörg Gade am Donnerstag in Hildesheim. Trotz aller Sparbemühungen plant das TfN große Inszenierungen wie die „Meistersänger von Nürnberg“, mit denen das 100-jährige Jubiläum des Hildesheimer Stadttheaters gefeiert werden soll. Das TfN war 2007 aus der Fusion von Stadttheater und Landesbühne Hannover hervorgegangen.

Inszeniert wird die fünfstündige Wagner-Oper von Hans-Peter Lehmann, dem ehemaligen Intendanten der Staatsoper Hannover. Das Theater möchte auch die Bürgerschaft in das Stück einbinden: So werden die Lehrbuben von Studenten der Musikhochschule Hannover dargestellt, die Zünfte von einem Männerchor aus Gifhorn gesungen. Im Schauspiel-Bereich wird das Theater für Niedersachsen unter anderem die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt (Regie: Petra Wüllenweber) auf die Bühne bringen.

Als großes Freiluft-Musical ist in diesem Jahr das Broadway-Stück „Der geheime Garten“ geplant. Es wird nicht nur in den Herrenhäuser Gärten, sondern auch in weiteren Parks und Gärten der Region Hannover sowie in einem Freibad in Hildesheim gespielt. Zum 1000-jährigen Jubiläum der Hildesheimer Michaeliskirche soll zudem in der Kirche das Musical „Kinder von Eden“ gespielt werden.

Um weiter Kosten einzusparen will Gade von der kommenden Spielzeit an das Schauspiel-Ensemble von 18 auf 12 reduzieren. Im Musiktheater sollen künftig nur noch 10 statt bislang 14 Künstler arbeiten. „Wir müssen uns damit von einem zentralen Ziel der Fusion verabschieden, nämlich der Stärkung der künstlerischen Arbeit“, sagte Gade.

Das Theater rechnet laut aktuellem Geschäftsbericht mit einem Fehlbetrag von 342 000 Euro. Mittel der Europäischen Union sollen dieses Defizit ausgleichen. Diese sind aber noch nicht bewilligt. Nach einer schlechten ersten TfN-Spielzeit stiegen in der vergangenen Saison vor allem in Hildesheim die Besucherzahlen. Sorgen bereitet den Verantwortlichen derzeit vor allem noch die ehemalige Landesbühne in Hannover.