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Nachrichten Kultur So war es bei Christina Stürmer im Capitol
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12:43 30.06.2019
Mit Sprungkraft: Christina Stürmer im Capitol. Quelle: franson_s
Hannover

Wie sie da steht im Capitol, in einem schlichten, weißen T-Shirt und schwarzer Jeans, erscheint sie wie der viel zitierte Star von nebenan: Christina Stürmer, die 37-jährige Österreicherin, „unsere Lieblingsösterreicherin“, wie es gerne heißt.

Anfang Mai musste Stürmer ihren Hannover-Auftritt absagen, die Stimme der Sängerin war angeschlagen. Nun wird der Termin nachgeholt. Karten wurden keine zurückgegeben, die knapp 800 Zuschauer warteten geduldig auf ihre Genesung.

Und nun stehen sie sich gegenüber: im Publikum die vielen Familien, Frauen, Mädchen und auch Kinder und oben, auf der Bühne, die noch frische Mutter aus Linz.

Mit beginnender „Altersweisheit“

Christina Stürmer hat sich verändert. Von der quirligen, jungen Finalistin einer österreichischen Castingshow hin zu dem Familienmenschen mit beginnender „Altersweisheit“, wie sie ihren Horizont nun selbst beschreibt.

Einen großen Anteil daran habe die Geburt ihrer Tochter. Die ist inzwischen schon „fast drei Jahre alt“, wie Stürmer mehrmals stolz betont, ein Quell ihrer Freude, und der Grund, warum die gut gelaunte Popsängerin einen anderen Blick auf die Welt bekommen hat.

Wie stark sie das Familiendasein beschäftigt, wird schnell offensichtlich. „Du erinnerst mich an mein Herz“ ist ein Titel, den sie über ihr Kind geschrieben hat. „Überall zu Hause“ fühlt sie sich mittlerweile, und auch das ist eine neue Perspektive für sie.

Bodenständig und authentisch

Ihre Band unterstützt sie treu, gibt ihrem Gesang eine feste Basis, die Musiker haben dabei auch Platz für Soloausflüge. Christina Stürmer ist eine gute Sängerin; ihre Stimmfarbe ist die des Alt. „Bodenständig und authentisch“ sind Attribute, die ihr dafür gerne verliehen werden. Und das gibt die Geborgenheit, die ihre Fans suchen. Die sind textsicher und hängen an ihren Lippen, winken mit den Armen, singen ihre Verse mit, lachen fröhlich.

Warme Klänge und verständnisvolles Nicken, die Welt bei Stürmer-Konzerten ist eben noch in Ordnung, Schlechtigkeiten und Chaos werden hier ausgeblendet. Dieser Tunnelblick ins Gute mag naiv sein, ist aber genau das, was die Fans suchen und brauchen. „Wir leben den Moment“ ist der gemeinschaftliche Nenner, Stürmer hat das verstanden, scherzt über ihre „Kuschelrock“-Attitüde und warnt das Publikum vor, wenn es dann doch mal lauter wird.

Glaubensfragen und Feuerwerk

Sie ist im Erzählmodus; das kann schon mal länger dauern, ihre Musiker verlassen dann die Bühne. Doch auch darüber wird gewitzelt, die Stimmung ist prächtig, denn Christina hat „Immer an euch geglaubt“, und damit sind die Fans gemeint.

Und wenn dann tatsächlich mal eine Konfetti-Büchse aufpoppt und die Schnipsel rieseln, dann ist das mehr Tischfeuerwerk als Schreckmoment.

Das „Kompliment“ der Sportfreunde Stiller hat ihr 2003 den zweiten Platz bei „Starmania“ eingebracht, aus Dankbarkeit ist die Nummer immer in ihrem Programm. Und mit „Engel fliegen einsam“, stets letzter Song im Set, beendet Christina ihren besinnlichen Auftritt. Viel Jubel und Beifall bekommt sie dafür.

Von Kai Schiering

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