Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur So war das Konzert von Alison Moyet im Capitol
Nachrichten Kultur So war das Konzert von Alison Moyet im Capitol
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 23.01.2019
Alt und neu: Alison Moyet begeisterte das Capitol mit einer Mischung aus älteren Titeln und neuen Werken. Quelle: Foto: Kutter
Hannover

Ein Hauch von 80er-Jahre-Disko strömte durch das Capitol, als Alison Moyet, ehemals Teil des Synthie-Pop-Duos Yazoo, auf die Bühne trat. 1000 Fans wollten mit der mittlerweile 58-Jährigen auf eine nostalgische Reise gehen. Und erlebten die britische Sängerin auch von ihrer neuen, ruhigeren, aber umso sensibleren Seite.

„I’m here. I germinate“ – gleich zu Beginn setzt Moyet ein Statement und tatsächlich keimt in ihr auch mit 58 Jahren noch neue Energie. Nach den ersten drei Songs ist das Repertoire schon ziemlich klar abgesteckt: Nach dem hitverdächtigen „I Germinate“ folgt mit „Nobody’s Diary“ ein wilderer Titel – im Hintergrund der Capitol-Bühne blinken LED-Streifen virtuos durcheinander. Bevor Moyet mit „Wishing you were here“ safte, balladige Töne anschlägt. Dazu kann man schön langsam mit dem Kopf hin und her wippen – was das durchschnittlich wohl 50-jährige Publikum auch gerne annimmt.

Bei „The English U“ erzeugt Moyet mit ihren zwei Begleitmusikern – E-Drums sowie ein Alleskönner an Keyboard, Akustik- oder E-Gitarre – dann eine wohlig-warme Atmosphäre. Während sie den Refrain ins Mikrofon schmachtet, wird die Bühne unter dezentem Nebeleinsatz in orangenes Licht getaucht. Dazu passt auch das Outfit der 58-Jährigen: ein langes schwarzes, hochgeschlossenes Kleid mit Ärmeln. Damit versprüht Moyet zwar den autoritär-eleganten Charme einer Deutschlehrerin – doch es passt am Ende zu ihrem dezenten Auftreten.

Des Öfteren kokettiert die Britin mit ihrem Alter. Bei „Alive“ vergisst sie eine Strophe – „Brain Freeze“, nochmal von vorne. Bei „Rain to Rain“ beweist Moyet dann auch, dass sie immer noch für schwingende Hüften sorgen kann. Bei dem basslastigen Titel erzeugt sie kurzzeitig die Atmosphäre eines modernen Underground-Elektroclubs. Doch letztendlich feiern die Fans vor allem ihre alten Yazoo-Hits „Only You“ oder „Situation“ – und Moyet zeigt allen, wie man Altes und Neues wunderbar verbinden kann.

Von Janik Marx

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ist die Elbphilharmonie dabei, ihren guten Ruf zu verlieren? Ein Konzert von Jonas Kaufmann erhitzt die Gemüter und bestätigt, dass es doch darauf ankommt, wo man sitzt – und was gespielt wird.

23.01.2019

Neues Album, lange Tour: 2019 wird ein Rammstein-Jahr. Gitarrist Richard Kruspe jedoch scheint über ein Ende seiner Karriere bei der Industrial-Legende nachzudenken.

23.01.2019

München steht für zwei Tage wieder ganz im Zeichen des Films. Für den Bayerischen Filmpreis und den Deutschen Filmball kommen zahlreiche Promis zum Feiern in die Landeshauptstadt.

23.01.2019