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Kultur Ralf Huettners Komödie "Ausgerechnet Sibirien"
Nachrichten Kultur Ralf Huettners Komödie "Ausgerechnet Sibirien"
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06:18 13.05.2012
Von Nora Lysk
DOLMETSCHER GESUCHT: Bleuel (Joachim Król) ist in Russland hilflos.
DOLMETSCHER GESUCHT: Bleuel (Joachim Król) ist in Russland hilflos. Quelle: Majestic
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Hannover

„Ausgerechnet Sibirien“ heißt Ralf Huettners Komödie, der mit „Vincent will meer“ 2011 den Deutschen Filmpreis gewann. In seinem neuen Werk fühlt man sich zurückversetzt in die 90er Jahre, als in gefühlt jeder deutschen Produktion Katja Riemann und Armin Rohde auftraten. Auch hier sind die beiden dabei, und der Film funktioniert nach bekannten Mustern.

Dass der kauzige Bleuel dafür ans Ende der Welt geschickt wird, erscheint weit hergeholt, ist aber auch egal: Schließlich geht es genauso um eine Reise zu sich selbst. Zunächst ist Bleuel allein mit der kleinen Filiale im russischen Kemerowo beschäftigt, die er aufmöbeln soll. Dass er mit diesem Projekt bei den lebenslustigen Russen aneckt, ist klar.

Der bockige Bleuel wird erst zugänglich, als er die richtige Frau trifft. Dass die ihm ausgerechnet mit ihrem traditionellen sibirischen Kehlkopfgesang das Herz öffnet, passt ins Gesamtkonzept. In dieser Komödie ist alles vorhersehbar, auch dass das Glück für manche in Sibirien liegt.

Bewertung: 2/5