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Kultur „Operation Nachtwache“ gestartet: Rembrandts Gemälde unter der Lupe
Nachrichten Kultur „Operation Nachtwache“ gestartet: Rembrandts Gemälde unter der Lupe
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10:44 08.07.2019
Rembrandts Spitzenwerk: Die „Nachtwache“ im Amsterdamer Rijksmuseum. Quelle: Peter Dejong/AP/dpa
Amsterdam

Im Amsterdamer Reichsmuseum hat die „Operation Nachtwache“ begonnen – die bisher umfassendste Untersuchung und Restaurierung des berühmtesten Gemälde von Rembrandt van Rijn (1606-1669). Am Montag starteten Experten mit einem Scan des Gemäldes. Die Arbeiten finden vor den Augen des Publikums statt und sind auch live im Internet zu verfolgen.

„Die Nachtwache“: Das Spitzenwerk von Rembrandt

Das rund 17 Quadratmeter große Gemälde wurde aus dem Rahmen genommen. Drumherum wurde ein gläserner Raum gebaut, in dem die Experten auf beweglichen Podesten arbeiten werden.

Jährlich besuchen mehr als zwei Millionen Menschen das Reichsmuseum mit der weltweit größten Rembrandt-Sammlung. „Die Nachtwache“ (1642) gilt als Spitzenwerk von Rembrandt. Das Schützen-Gemälde zeigt die Amsterdamer Bürgerwehr. Deren Kapitän Frans Banning Cocq gibt seinem Leutnant den Befehl zum Abmarsch.

Drei Millionen Euro soll die „Operation Nachtwache“ kosten

In der ersten Phase des Projekts soll das Bild mit den neuesten Techniken, Scannern, Lasern und Mikroskopen untersucht werden. Dabei erhoffen sich die Forscher auch Auskunft über den Schaffensprozess und die Farben, die der Maler benutzte. Auf der Basis der gesammelten Informationen soll das Bild dann restauriert werden. Dabei geht es vor allem um Säuberungen. An einigen Stellen seien Farben verwischt und sei das Bild von einer weißlichen Schicht bedeckt, teilte das Museum mit.

Die „Operation Nachtwache“ wird mindestens ein Jahr dauern. Die Kosten werden auf rund drei Millionen Euro veranschlagt. Zuletzt war die „Nachtwache“ 1976 restauriert worden, nachdem ein psychisch kranker Mann sie mit Messerstichen beschädigt hatte.

Von RND/dpa

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