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Kultur „Once Upon a Time in Hollywood“: Das zeigt der erste Trailer
Nachrichten Kultur „Once Upon a Time in Hollywood“: Das zeigt der erste Trailer
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10:17 21.03.2019
Leonardo DiCaprio und Brad Pitt spielen die Hauptrollen im Charles-Manson-Streifen „Once Upon a Time in Hollywood“. Quelle: dpa
Los Angeles

Klar, das sind richtig coole Typen – Quentin-Tarantino-Typen halt: lässige Lederjacken, riesige Sonnenbrillen, Goldkettchen und eine Fluppe im Mundwinkel. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt spielen den Schauspieler Rick Dalton und sein Stunt-Double Cliff Booth – beides alterende Männer in Hollywood. Selbstreferenziell? Definitiv! Dauerironisch? Auf jeden Fall!

Doch Quentin Tarantinos neuer Streifen „Once Upon a Time in Hollywood“, der neunte des Enfant Terrible, mischt die Hollywood-Meta-Ebene in der Handlung mit der Geschichte um die grausamen Verbrechen des Mörders Charles Manson in den sechziger Jahren.

Jetzt ist der erste Trailer veröffentlicht worden – und macht einen durchaus Tarantino-mäßigen Eindruck. Retro-Soundtrack, Retro-Look, coole Autos, vergangener Hollywood-Glamour der Sixties. Was also fehlt bei diesem typischen Tarantino-Film? Das Blut – schließlich ist der Regisseur, der sich mit „Pulp Fiction“ eine riesige Fangemeinde aufgebaut hat, für seinen großzügigen Umgang mit Filmblut bekannt. Im Trailer aber ist kein Tropfen davon zu sehen.

Wir erinnern uns: Charles Manson, verurteilter Mörder und Kult-Guru, hat 1967 die Manson Family gegründet. Diese Kommune hat an vier Orten zwischen Juli und August 1969 neun Menschen getötet. In sieben Fällen wurde Manson verurteilt, weil er seine Anhänger zu diesen Morden angestiftet hat, in den beiden anderen Fällen wurde er wegen Mordes verurteilt.

Eines der Opfer der Manson-Familie: Schauspielerin Sharon Tate, die schwangere Frau des Regisseurs Roman Polanski. Sie wurde in ihrem Haus ermordet – Margot Robbie spielt sie in „Once Upon a Time in Hollwood“. In dem ersten Trailer sehen wir nun Robbie als wunderschönen Filmstar.

Es sind also die nächsten Trailer – und vor allem der Film – abzuwarten, um zu sehen, was einmal in Hollywood passierte – und ob Quentin Tarantino die realen grausamen Morde nun in seiner Splatter-Manier nacherzählt – oder einen anderen Ton für seinen neuen Film setzt.

„Once Upon a Time in Hollywood“ ist ab Juli in den USA im Kino zu sehen.

19. März: Das Poster von „Once Upon a Time in Hollywood“ sorgt für Spott und Häme

Gut vier Monate vor dem geplanten Kinostart des Tarantino-Films „Once Upon A Time in Hollywoodhat Sony Pictures das erste Filmplakat veröffentlicht. Darauf posieren die Hauptdarsteller Brad Pitt und Leonardo DiCaprio lässig vor einem gelben Ami-Schlitten aus den 1960er Jahren.

Im Hintergrund sind die Hügel von Los Angeles mit dem legendären Hollywood-Schriftzug zu sehen. Auch DiCaprio verlinkte das Poster auf seinem Twitter-Account mit dem Hinweis „Hollywood. 1969.“ „Once Upon A Time in Hollywood“ soll Ende Juli in den USA und Mitte August in Deutschland anlaufen.

Digitale Überarbeitung beim Poster von „Once Upon A Time“

Die Reaktionen sind gespalten – während die eingeschworene Gemeinde der Quentin-Tarantino-Verehrer jedes neue Detail aus seiner Filmfabrik feiert, hagelt es von den Skeptikern Häme und Kritik. „Auch wenn Brad Pitts Kopf Sekunden nach dem Fotoshooting für das neue Quentin-Tarantino-Poster abgefallen ist, hat er sich vollständig erholt“, schreibt eine Nutzerin voll Ironie. Sowohl Leonardo DiCaprio als auch Brad Pitt sehen so aus, als hätten die Kollegen der digitalen Bildbearbeitung aus den Vollen geschöpft.

Es passt zur ersten Panne im Sommer 2018, als das Filmstudio „Sony“ das erste Foto vom Set herausgegeben hatte. Nur dass versehentlich ein Bild an die Medien ging, auf denen die digitalen Verschönerungen an den beiden Hauptdarstellern gekennzeichnet waren.

So waren an Pitts Kinn die Falten entfernt und DiCaprios Kinn gestrafft worden. Der Jungbrunnen-Wahn trifft also nicht nur die Frauen in der Traumfabrik – auch die Männer dürfen wohl nicht altern, da können schlaffe Kinnpartien auch schon einmal mit digital festgetackert wird. Schließlich heißt der Film ganz richtig: Es war einmal in Hollywood.

Von RND/dpa/sin/goe

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