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Kultur Mutige Musiktage
Nachrichten Kultur Mutige Musiktage
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16:03 31.05.2019
Stimmgewaltig: Der Chor des NDR ist am Abschlusskonzert der Musiktage beteiligt. Quelle: Fotos: Niedersächsische Musiktage
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Hannover

Musik im Wihelmshavener Pumpwerk, im Barsinghausener Zechensaal, in der alten Kesselschmiede Papenburg, im Unesco-Welterbe Fagus-Werk in Alfeld: Auch in diesem Jahr gibt es bei den kommenden 33. Niedersächsischen Musiktagen der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wieder außergewöhnliche Konzertsituationen, finden besondere Konzerte an besonderen und ungewöhnlichen Orten statt.

Vielfältig ist auch wieder das Programm, das unter dem Motto „Mut“ vom 31. August bis 29. September stattfindet. 43 Konzerte hat der neue Intendant Anselm Cybinski vorbereitet. Er, der im Sommer 2018 die künstlerische Leitung übernahm und seitdem 4000 Kilometer im Lande umherreiste, betont, wie wichtig die Festival-Idee ist, Kultur in die Region und in ländliche Gebiete zu bringen. Er hoffe „die Wahrnehmung für den Landschaftsraum zu stärken“, mit seinen geheimnisvollen und mystischen Orten. „Die Welt ist diffus“, sagt er und findet das Festival-Motto sehr passend. „Alltags-Mut“ brauche es, um den Wandel zum Besseren hinzubekommen.

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Begeistert spricht Cybinski über die kommenden Konzerte: Spannend schon der Auftakt am 31. August in Wilhelmshaven: „1869 – Der Klang der Zeit“ in der dortigen Stadthalle, mit der Pianistin Alice Sara Ott und der Jungen Norddeutschen Philharmonie unter der Leitung von Duncan Ward). Tags drauf findet auf dem Freigelände des Deutschen Marinemuseums Wilhelmshaven mit „Marsch im Wandel“ ein Wandelkonzert statt, das sich mit der Stadt und dem Krieg auseinandersetzt.

Es gibt eine Vielzahl an Highlights wie der Tenebrae Choir mit „Auf Jacobs Weg ...“ am 14. September in der Marktkirche Hannover, ein Konzert mit dem Klaviervirtuosen Igor Levitt am 22. September im Theater am Domhof Osnabrück und der Auftritt des A-cappella-Ensembles Orlando Consort, das zu C.T. Dreyers Stummfilm „Jeanne d’Arc“ von 1928 Kompositionen aus dem 15. Jahrhundert singt (am 27. September in Hessisch Oldendorf und am 28. in der Magnikirche Braunschweig). Das hannoversche Orchester im Treppenhaus gibt seine „Dark Room“-Konzerte am 11. September in Verden und am 26. September in Celle.

Auch das Abschlusskonzert „Die im Dunkeln hört man doch“ (am 29. September in der Staatsoper Hannover) ist besonders, unter anderem mit der Musik der Post-Minimal-Meisterin Julia Wolfe. Mitglieder der Staatsoper und des Niedersächsischen Staatsorchesters sind ebenso vertreten wie der NDR-Chor, Bang on a Can All-Stars, Daniele di Bonventura und Band’unión.

Das spricht für beste Vernetzung: Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Mit-Veranstaltern und den teilnehmenden niedersächsischen Sparkassen vor Ort, mit Institutionen und den vielen Kooperationspartnern wie dem NDR und der Staatsoper klappe wunderbar, so Thomas Mang, Präsident Sparkassenverband Niedersachsen. Die Niedersächsischen Musiktage seien das „Flaggschiff“ der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, und die sei sehr gut aufgestellt. Das Festival werde es auch die kommenden Jahre geben. „Kulturarbeit gehört zu unserer DNA“, betont Mang.

Wieder also ein anregendes und inspirierendes Musikfestival-Programm, dessen Leitidee seit Anbeginn bis heute Gültigkeit hat und sein Versprechen beeindruckend hält: „Ein Festival in Niedersachsen, für Niedersachsen, von Niedersachsen“.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Von Christian Seibt