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Kultur 12000 feiern mit Mark Foster in der Tui-Arena
Nachrichten Kultur 12000 feiern mit Mark Foster in der Tui-Arena
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17:53 31.03.2019
Bauch und Kopf: Mark Foster ist „Genau wie du“. Die Fans freuen sich auch über die aufwendige Feuerwerk- und Konfetti-Show. Quelle: Heusel
Hannover

Die Tui-Arena ist ausverkauft, die 12 000 Zuschauer und Mark-Forster-Fans warten ungeduldig auf ihren Pop-Helden. Mark Forster, der 35-jährige Sonnyboy aus Kaiserslautern eröffnet seine neue Show. Mit neuen Songs und alten Hits, es ist eine pompöse Revue, gerade richtig für seine gigantische Arena-Tour.

„Es gibt nichts das größer ist als Liebe“ und „Flash mich“ singt er alleine zu einer Akustikgitarre aus der Konserve. Die „Liebe“ wird er heute häufiger bemühen, besonders in den Comic-Clips, die immer wieder eingespielt werden. Sie illustrieren seinen Weg aus einer einsamen Kindheit hin zum gereiften Musiker.

Forster genießt sein kindliches Ebenbild und schaut selbst ergriffen zu. Die Bühne sieht wie ein Schiffsbug aus, die kompakte Band unterstützt ihn freudestrahlend.

Die Besucher filmen mit ihren Smartphones aus jedem Winkel den „Man of the Year 2017“, und befolgen auch ansonsten was er will – die Hände auf und zu (sein Zeichen der „Liebe“), dabei schwenken sie unermüdlich ihre Arme. Zum souligen „Forever“ sieht man nur gut gelaunte Gesichter. Forster kommt vom Dorf, „Damals gab es keine Handys“ weiß der junge Musiker zu berichten, und „Lasst eure Phantasie mit euch durchgehen, es kann alles wahr werden!“, ist sein Ratschlag.

Die Lichtschau beleuchtet die Szenerie geschickt, dabei fliegen ihm die Herzen der Fans vom Parkett bis in den Oberrang zu. Leuchtkugeln schweben über der Bühne, verwandeln die Arena in ein gigantisches Wohnzimmer. Forsters Musik hat keine Ecken und Kanten, ist rundum sauber, Schlagermusik der „Jetztzeit“, allerdings ohne ein trinkendes und grölendes Publikum.

Die ausgewogen besetzte Band kommt mit Anna an der Gitarre und Kalli an den Drums. Die Nebelfontänen, Feuervulkane und Konfettiwolken verblüffen die jungen Fans, ebenso wie sein Solo-Part am Klavier.

Bei „Genau wie du“ singt er über seinen Vater. Vor dem Solo hat er großen Respekt, über Gefühle sprechen ebenso, doch das Klavierspielen hat er unfallfrei beendet und Empfindlichkeiten drückt er in seinen Songs aus, gesteht er. Wie im Lied „Natalie“, über seine Schwester.

Die Familie ist ihm wichtig, Freunde auch, nun sucht einen Gaststar für seine Show, es gibt eine Live-Schaltung zu Paddy Kelly. Der liegt allerdings noch im Bett und will nicht einspringen. Lena Meyer-Landrut kann er nicht anrufen, denn „die hat kein Handy und kommuniziert nur durch die Galaxy!“.

Dafür klingelt er bei Sido durch und singt mit ihm ein Duett am Smartphone. „Danke Danke“ heißt die Kollaboration. Mit „Wir sind groß“ und „Au Revoir“ geht es in die letzte Runde. Jetzt stehen alle Fans, aufgeregte Mütter flitzen noch schnell durch die Gänge und holen Getränke oder suchen ihre Kinder.

Reichlich Goldregen fällt aus den Traversen, mit „Stimme“, seiner ersten Single, „Die Chöre singen für dich“ und „Bauch und Kopf“ beendet Mark sein starkes Arena-Feuerwerk. Das Publikum verneigt sich nach zwei Stunden prächtiger Unterhaltung, und mit einer ebenfalls tiefen Verbeugung bedankt Mark sich bei ihnen.

Von Kai Schiering