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Kultur Mariachi-Musik wird neues Weltkulturerbe
Nachrichten Kultur Mariachi-Musik wird neues Weltkulturerbe
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15:23 27.11.2011
Die Mariachi-Musik aus Mexiko wird zum Weltkulturerbe Quelle: dpa
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Nusa Dua/ Berlin

Im Laufe der vergangenen Woche waren bereits elf Kulturpraktiken neu auf die Rote Liste mit besonders gefährdetem Kulturerbe gekommen. Neben der Mariachi-Musik wurden am Wochenende Traditionen wie der melancholische portugiesische Musikstil Fado (deutsch: Verhängnis), das chinesische Schattentheater oder das Ritual „Die Männer des Jahres" aus der belgischen Stadt Leuven ausgezeichnet. Bei letzterem organisieren Männer eines gleichen Jahrgangs zwischen ihrem 40. und 50. Geburtstag zahlreiche gemeinsame Aktivitäten, um letztendlich ihren 50. Geburtstag bei einer sogenannten Abrahamfeier zu begehen.

Die Mariachi-Musik bezeichneten die Unesco-Experten als einen wichtigen Bestandteil der mexikanischen Kultur. Das breite Repertoire umfasse Lieder verschiedener Regionen und Stile wie Menuett, Polka oder Walzer und verbinde sie mit den „corridos", typisch mexikanischen Balladen, die von Kämpfen, Heldentaten und Liebesaffären erzählen.

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Traditionelle Gruppen tragen Trachten im Stil des „charro", des mexikanischen Cowboys, und bestehen aus mindestens vier Musikern. Die moderne Mariachi-Musik habe außerdem neue Genres aufgenommen, etwa die aus Kolumbien stammende „cumbia". Die Kunst des Mariachi-Gesangs werde meist vom Vater auf den Sohn weitergegeben. „Mariachi-Musik vermittelt Werte des Respekts für das Erbe der Regionen Mexikos und für die lokale Geschichte", erklärte die Unesco.

Im Unterschied zum Weltkulturerbe wie zum Beispiel dem Kölner Dom geht es beim immateriellen Kulturerbe der Unesco um gelebte Traditionen. Zu diesem Erbe gehörte bislang unter anderem der Flamenco und die Mittelmeerküche. Das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes ist seit 2006 in Kraft und hat knapp 140 Vertragsstaaten. Deutschland ist bislang nicht darunter, strebt die Ratifizierung nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission aber im kommenden Jahr an.

dpa/fgr

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