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Kultur Lena: "Anfangs war ich geknickt"
Nachrichten Kultur Lena: "Anfangs war ich geknickt"
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19:23 12.04.2011
Lena Meyer-Landrut - wie weit schafft sie es in Düsseldorf beim Eurovision Song Contest?
Lena Meyer-Landrut - wie weit schafft sie es in Düsseldorf beim Eurovision Song Contest? Quelle: dpa
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Von Caroline Bock

Wie bist du mit der Kritik am Vorentscheid "Unser Song für Deutschland" umgegangen?

Am Anfang fand ich es schon irgendwie doof, und ich war zeitweise etwas geknickt. Dann habe ich mir aber überlegt, das nicht so an mich ranzulassen und erst einmal abzuwarten. Dann ist mein Album auf Platz eins gegangen, es ist alles gut gelaufen. Deswegen gibt es keinen Grund, traurig zu sein.

Hast du ein dickes Fell bekommen?

Ja, ich denke auch das. Ich habe jetzt gelernt, auch mit unangenehmen Sachen besser umzugehen.

Dein Sieg in Oslo ist jetzt fast ein Jahr her. Würdest du im Rückblick etwas anders machen?

Nein. Ich wüsste nicht, was.

Wie wirst du dein Lied in Düsseldorf präsentieren?

Wir haben natürlich schon ein paar Ideen. Wir sind im eigenen Land, wir haben tierisch viele Möglichkeiten, weil die Halle einfach viel bietet. Wir haben wahnsinnige Lichtmenschen, was total viel ausmacht, was ich vorher auch nicht wusste. Die haben viel in der Hand, was Stimmung und Ambiente angeht, Party oder Nicht-Party, eigentlich top oder flop.

Wirst du Kleid oder Hose tragen?

Nichts davon. Ich glaube, es wird ein Overall.

Mit welchem Platz wärst du zufrieden?

Der letzte sollte es nicht werden, ich trete hier schließlich als Titelverteidigerin im eigenen Land an.

Würdest du bei einem Sieg nochmal antreten?

Ich glaube nicht.

Was hast du nach dem Finale in Düsseldorf vor?

Danach mache ich einfach ein bisschen Urlaub, drei Wochen vielleicht. Und dann geht es weiter.

Du hast es ja ganz gut geschafft, dein Privatleben abzuschotten. Würdest du wegen des ganzen Rummels gerne manchmal mit der alten Lena tauschen?

Ach, manchmal schon. Ich merke natürlich, dass ich in ein paar Sachen eingeschränkter bin. Aber ich habe es mir ja selbst ausgesucht. Ich müsste es ja nicht so machen, ich könnte ja mein Privatleben total nach außen kehren, und dann hätte ich keine Einschränkungen. Aber das möchte ich halt nicht. Und deswegen ist es auch ok so.

Berät dich jemand oder hörst du auf deinen Bauch?

Es liegt ja nahe, dass ich mir das eine oder andere von Stefan (Raab) abgeguckt habe. Manche Sachen muss ich aber einfach machen, schließlich bin ich noch ganz schön jung.

Du möchtest nicht mit einer Schere im Kopf herumlaufen.

Genau. Das mache ich echt schon. Ich gucke immer, wenn ich privat unterwegs bin, ob Leute mich fotografieren, ob Freunde da drauf sind. Jeder Job hat seine Kehrseiten. Es ist aber kein so krasses Handicap für mich, dass ich sagen würde, das macht mich fertig.

Bist du ein politischer Mensch, würdest du gegen Atomkraft demonstrieren?

Ich habe es schon gemacht, als ich noch nicht bekannt war. Wenn man eine Person des öffentlichen Lebens ist, muss man extrem kleinkariert sein, wo man sich engagiert. Es gibt so viel Profilierungs-Charity, bei der ich nicht mitmachen möchte.

Wie gehst du damit um, dass du für einige Mädchen ein Vorbild bist?

Manchmal ist es ein bisschen beängstigend. Ich bin ja auch erst 19. Aber ich glaube von mir, dass ich ein ganz guter Mensch bin und dass es nicht so schlimm wäre, wenn ein paar Mädchen sich ein paar Sachen abgucken würden. Ich war eigentlich immer tierisch brav.

Hast du noch nicht mal ein Kaugummi geklaut?

Noch nicht mal das. Als ich zwölf war oder so, habe ich es mal versucht, aber bevor ich rausgegangen bin, habe ich angefangen, zu weinen und habe es wieder zurückgelegt.

Guckst du Casting-Shows?

Ja, habe ich immer gemacht, aber jetzt nicht mehr, weil ich keine Zeit habe. "Topmodel" gucke ich gerne.

Wirst du dir die Hochzeit von Kate und William am 29. April ansehen?

Ich glaube nicht. Ist das ein Event? Wird das groß? Das ist an mir vorbeigegangen. Außerdem ist da mein Tourabschlusskonzert in Köln.