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Kultur Lachen über den „Muttersohn“
Nachrichten Kultur Lachen über den „Muttersohn“
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15:39 31.05.2019
Bunte RUNDE: (von links) Gaby Blum, Hans-Dieter Deppe, Tanja Schumann und Kay Snacknys in einer Szene aus „Der Muttersohn“. Quelle: Oliver Vosshage
Hannover

Der Haussegen hängt schief. Beate (Tanja Schumann, bekannt aus „RTL Samstag Nacht“) ist angespannt. Ihre dominante Mutter (Gaby Blum) kommt nach sechs Jahren Sendepause aus Mallorca zu Besuch, und ihr Mann Martin (Kay Szacknys) hat kurz zuvor den älteren Staubsaugervertreter Harald Weber (Hans-Peter Deppe) in die Wohnung gelassen.

Beate will den „Staubsauger-Heini“ sofort wieder raushaben will, was der verkopfte Oberstudienrat-Gatte nicht hinbekommt – er ist halt „Der Muttersohn“. So heißt die neue Komödie von Florian Battermann, die Andreas Werth mit prima Timing und abwechslungsreicher Dynamik für das Theater am Aegi inszeniert hat. Starke Lacher wechseln sich ab mit Schmunzeln, Doppeldeutigkeiten mit ruhigen Momente, in denen über das Alter, Liebe und Zärtlichkeit sinniert wird – um dann wieder aufzudrehen,

Beate treibt jedenfalls Martin aus dem Haus, als sie ihn als „Weichei“ beschimpft, noch bevor die Schwiegermama auftaucht. Dabei war er es doch, der das Treffen eingefädelt hat, damit Mutter und Tochter sich versöhnen können – und er die gute Frau endlich persönlich kennenlernt. Beate hat ein Problem, aber immerhin ist Herr Weber noch da ...

Herrlich, wie sich Schumann und Szacknys kabbeln. Da lästert Beate: „Andere Männer gehen fremd, du gehst zu deiner Mutter“. Und Martin fällt fast die Mimik aus dem Gesicht, als er mit Versöhnungsblume auftaucht und in das Possenspiel Beates gerät – sie hat da gerade Harald als ihren Gatten ausgegeben und macht Martin kurzerhand zum Ex, der die Wohnung putzt. Viele Lacher. Und noch mehr lustige Notlügen.

Ehe-Double Harald muss sich für sein „Purzelchen“ und Erika zuliebe mit lustigen Fremdsprachen-Improvisationen – da wird „Schwiegermutter“ rasch zum dänischen „Gammle Möder“. Seine fehlenden Geschichtskenntnisse kaschiert er mit „den Irrglauben der Weltgeschichte“. Und seine Unkenntnis des Haushalts begründet er mit: „Beatchen räumt immer die Wohnung um!“

Überzeugend auch Blum, die mit spitzer Zunge die Lebenssituation ihrer Tochter unter die Lupe nimmt, besonders als der echte Martin auftaucht. Als noch Martins Schwester (Annette Schneider) wegen ihres akuten Eheproblems hineinplatzt, ist das Durcheinander perfekt. Dabei soll Beates Mutter einen harmonischen Eindruck ihrer Ehe erhalten. Doch die Überraschungen hören nicht auf ...

Am Ende über fünf Minuten kräftiger Applaus mit Jubel.

Weitere Termine finden Sie hier.

Von Christian Seibt

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