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Nachrichten Kultur Junge Talente bei Klassik in der Altstadt
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13:20 07.07.2019
Auf dem Marktplatz: Musikstudenten sind bei Klassik in der Altstadt. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Feine Klänge zum Flanieren: Zum 19. Mal belebt „Klassik in der Altstadt“ Hannovers ältestes Viertel mit einem abwechslungsreichen Konzerte-Reigen. Samstagmittag begann der erste von drei kostenfreien Klassikrundgängen, die bis 20. Juli junge Talente in historischer Kulisse präsentieren.

Es sind Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und Gäste. Den Anfang macht die Gesangsklasse Paul Weigold, das mit sichtlicher Musizierfreude und bestechender Leichtigkeit Auszüge aus der Johann-Strauss-Operette „Die Fledermaus“ auf dem schön gefüllten Marktplatz darbietet. Mit viel Schwung packen Franziska Giesemann (Sopran), Veronika Schäfer (Sopran), Aljoscha Lennert (Tenor) und Pianistin Xiabing Liu das Publikum. Tolle Stimmen – und so erklingen „Mein Herr Marquis“, „Spiel’ ich die Unschuld vom Lande“, Arien und Duette und mehr bestens. Zumal die Akteure prima in ihre jeweilige Rolle schlüpfen.

Das Publikum zieht weiter zur Bühne vor dem Historischen Museum. Dort verzaubert das Trio Syringa (Sandra Engelhardt, Sopran, Martin Schulte, Klavier, Akkordeon, und Sven Holger Philippsen, Cello) mit dem mehrsprachigen Crossover-Programm „Liebeslieder & Songs“, von Mozart bis Sting. Schöne filigrane Versionen, wunderbar erklingen „Je te veux“ von Erik Satie und Adele’s „Someone like you“.

Mehr zum Programm lesen Sie hier.

Hochkonzentrierte Darbietungen dann in der Kreuzkirche. Exzellent das Streich-Quartett Klassik aus der Celloklasse Tilman Wick: Takako Yumiba, Momoko Konishi, Sophia Reis und Leonor Swyngedouw. Das erst im Oktober gegründete Ensemble spielt, als musiziere es schon seit Jahren zusammen. Mendelssohns „Quartett op. 44 Nr.3 in Es-Dur“ und die beiden Sätze „Andante Cantabile“ und „Molto Allegro“ aus Mozarts „Quartett Nr. 14 in G-Dur“ sind purer Hörgenuss.

Und auch Pianistin Cewil Sedaye-Vatan (aus der Klavierklasse Vassilia Efstathiadou) glänzt mit ihren Debussy- und Liszt-Darbietungen – und wird dafür gebührend gefeiert.

„3000 Besucher nahmen am ersten Klassikrundgang teil“, freut sich Veranstalterin und -Moderatorin Ariane Jablonka. Wie immer setzt sich das Publikum ganz bunt zusammen, Musikliebhaber, Musikentdecker und Menschen, die zufällig vorbeikommen oder die Musik von weitem hören und dann gebannt und freudig zuhören.

Schon das Festival-Eröffnungskonzert am Freitagabend in der Kreuzkirche war herausragend und besonders. Dort traten 13- bis 17-jährige hochbegabte Schülerinnen und Schüler des IFF, des Instituts für Frühförderung der Musikhochschule, auf, als Solisten oder als Kammermusik-Ensemble.

Bereits 2017 hatte es bei „Klassik in der Altstadt“ ein Konzert der IFF-Stipendiaten gegeben. Und wie damals versetzten die jungen Talente mit ihren virtuosen Leistungen auch dieses Mal das Publikum ins Staunen. „Junge Exzellenzen im Konzert“ hieß das spannungsvolle wie anspruchsvolle Konzertprogramm unter der Leitung von Martin Brauß. Es brillierten: Als Duo David Patyra (Altsaxophon) mit Mert Yalniz (Klavier), Justin Haarstick (Trompete) mit An Hoang (Klavier) und Nana Mamaeva (Klavier) jeweils mit Ekaterina Schmidt (Harfe) und Lyuta Kobayashi (Klarinette).

Julian Becker faszinierte an der Kreuzkirchen-Orgel (Buxtehude, Duruflé). Und zum Abschluss fesselten noch Zhongjin Fang (Franz Liszt: „Spanische Rhapsodie“) und Jakow Pavlenko (Nicoló Paganini: „Caprice für Violine Solo“) mit ihrem Spiel. Alle Akteure begeisterten nicht nur aufgrund ihres musikalisch-handwerklichen Könnens, sondern überzeugten auch mit ihrer musikalischen Reife, die den Werke-Interpretationen Lebendigkeit und Tiefe verliehen. Bravo.

Am Ende mehrminütiger Applaus mit Jubel. Klasse, dass das Festival auch diesen sehr jungen Künstlern ein schönes Forum bietet, um sich vorzustellen.

Von Christian Seibt

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