Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur In der Tui-Arena sind die Schotten los
Nachrichten Kultur In der Tui-Arena sind die Schotten los
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 24.02.2019
Stimmungsvoll: Die Music Show Scotland in der TUI-Arena.
Stimmungsvoll: Die Music Show Scotland in der TUI-Arena. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Diese Show geht durch Mark und Bein. Wenn die 120 Dudelsackspieler und Trommler erst einmal loslegen, entsteht ein Sound mit fast hypnotischer Wirkung, ein Hörerlebnis, das auch physisch zu spüren ist. Und wenn sich diese Masse an Musikern – die „Massed Pipes and Drums“, geleitet vom Pipe Major und dem Drum Major – in ihren traditionellen Kilts auch noch in perfektem Gleichschritt in Bewegung setzt und in exakten Formationen durch den gesamten Halleninnenraum marschiert, wird es auch noch ein Dauer-Hingucker.

5000 Zuschauer von Jung bis Alt erlebten in der sehr gut besuchten Tui-Arena das aufwendige, dreistündige Musik- und Tanzspektakel der Music Show Scotland. Bereits zum sechsten Mal gastierte sie in Hannover. Die Besetzung ist international: Zehn Pipe-and-Drum-Gruppen und zwei Tanzgruppen aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland treten auf. 200 Akteure aus sieben Nationen (darunter natürlich auch Schottland und England) zaubern geballtes Highland-, manchmal auch irisches Flair in die Halle – dank des quirligen niederländischen Irish-Folk-Quintetts Harmony Glen.

120 Dudelsackpfeifer und Trommler, 45 Tänzer und 35 weitere Musiker sind es insgesamt. All das vor der schönen, imposanten Kulisse, einer Nachbildung des Highland Valley Castle in Schottland. Davor musizieren Castle Band, Chor und Orchester. Faszinierend anzusehen, wenn die verschiedenen Dudelsack-Bands sich zu einer Masse zusammenschließen: Highland Valley Pipes and Drums (Borculo, Niederlande), Alba Pipe Band (Hildesheim), Red Hackle Pipe Band (Belgien), The Clan MacBeth Pipe Band (Groningen, Niederlande), De City of Apeldoorn Pipes and Drums (Apeldoorn, Niederlande) und weitere.

Vorneweg der Drum Major, der mit Tambourstab und Kommandos die Signale gibt zu Marsch, Drehungen, Formationen. Klasse, wie die Paraden in perfekter Ordnung präsentiert werden. Dabei erklingen unter der musikalischen Leitung von Hans Beerten viele Liedklassiker wie „When the pipers play“ und „Highland Cathedral“, die heimliche Hymne der Schotten. Den Mix aus Tradition und Moderne vervollständigen Pop-Hymnen wie das mitreißende „Music was my first love“ von John Miles und das wundervolle „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Klasse auch die Filmmusikversionen wie die Titelmusik zu „Game of Thrones“. Dazu die federleicht wirkenden Formations-Tänze – auch mal um und über Schwerter, die auf dem Hallenboden liegen. Und bei der Zugabe „Chariots of Fire“ (von Vangelis) gibt es mehrere laute Salven aus der Burgkanone. Und anschließend stehende Ovationen.

Wieder am 29. Februar 2020.

Von Christian Seibt