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Kultur "Hören!": Hannovers Grand Prix startet – mit Video
Nachrichten Kultur "Hören!": Hannovers Grand Prix startet – mit Video
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19:21 12.01.2011
Von Verena Koll
Spielen gerne laut: Pink Mercury. Vergangenes Jahr sind sie beim Deutschen Rock- und Pop-Preis in Wiesbaden als „Beste Progressive Band“ ausgezeichnet worden. Am 28. Januar treten sie an beim Hannover-Grand-Prix „Hören!“.
Spielen gerne laut: Pink Mercury. Vergangenes Jahr sind sie beim Deutschen Rock- und Pop-Preis in Wiesbaden als „Beste Progressive Band“ ausgezeichnet worden. Am 28. Januar treten sie an beim Hannover-Grand-Prix „Hören!“. Quelle: Burkert
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Das mit dem Bandnamen von Pink Mercury sei einfach. „Pink ist die weiche, weibliche, poppige Seite in unserer Musik“, erklärt Gitarrist David Merz. „Und Mercury ist der härtere, männliche, der progressive Teil.“ Gelächter bricht aus, als er das am Mittwoch im Pavillon sagt, und Merz grinst in die Runde.

Das Quintett Pink Mercury spielt so genannten Progressive Pop, hat dafür auch schon den Deutschen Pop- und Rock-Preis bekommen. Und nun wollen sie Hannovers Grand Prix gewinnen: „Hören!“.

Der Wettbewerb läuft am 28. Januar von 20 Uhr an im Pavillon. Mehr als 20 Bands hatten sich beworben, die Veranstalter um Irving Wolther von der Hochschule für Musik, Theater und Medien mussten das Feld auf zwölf Bands reduzieren. „Es dürfen einfach nicht zu viele werden“, begründet das Wolther, „dann wird die Veranstaltung zu lang.“ Und zwölf seien schon mehr Bands als je zuvor.
Die Klämpner sind zum Beispiel dabei, sie stellen sich im Blaumann vor. Die Futuristen von Futureal blicken in die Zukunft und kündigen an, dass sie den Wettbewerb gewinnen werden. Menina Loop sagen nichts, „unsere Musik spricht für uns“, begründen sie das in der Aufnahme, die sie per Laptop abspielen. Dann gehen sie zum Klavier und führen ihren Wettbewerbsbeitrag „Differences“ auf.

Marzi bringt Kevkev mit nach vorn, seine Marionette, die er über die „Neue Deutsche Überwelle“ bauchrednern lässt und mit der er den Song „Nich cool“ aufführen will. Um die Überschwemmung des Musikmarktes geht es, Kevkev berlinerschnauzt sich dabei in Rage über den Musikmarkt, der Stars hervorbringt wie Nevio (vor vier Jahren Vierter bei den RTL-Superstars), Nu Pagadi (Pro-7-„Popstars“ vor sechs Jahren) oder die No Angels („Popstars“ vor elf Jahren, vor zwei Jahren Letzte beim Grand Prix).

Zum ersten Mal sind nicht nur Kandidaten der Hochschule für Musik, Theater und Medien im Feld; dort war „Hören!“ vor zwei Jahren entstanden. Es sind auch Studenten des Instituts für Journalistik, der Berufsbildenden Schule für Multimedia und der Fachhochschule zugelassen. Kommendes Jahr soll der Wettbewerb sogar für Bands außerhalb der Hochschulen geöffnet werden, kündigt Wolther an.

Die Sieger kürt am 28. Januar eine Jury um Grand-Prix-Legende Peter Urban und „Satellite“-Produzent Bernd Wendlandt.