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Kultur Historische Fenster sollen restauriert werden
Nachrichten Kultur Historische Fenster sollen restauriert werden
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13:01 28.07.2009
Ein Teil der durch Rissbildung erheblich beschädigten Fenster des Kölner Doms soll mit neuartigen Methoden restauriert werden. Quelle: Foto: Henning Kaiser/ddp
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Das teilte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde am Dienstag in Köln mit.

Die Maßnahme dient dem sogenannten Welter-Zyklus. Der durch den Kölner Glasmaler Michael Welter gefertigte, ursprünglich 28 Fenster mit 112 Figuren umfassende Glasmalereizyklus des Doms war im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Erhalten sind die Standfiguren aus 13 Fenstern, von denen einige ein erhebliches Schadensbild aufweisen. Diese umfangreichen Rissmuster an historischen Gläsern werden von Experten Craqueléschäden genannt.

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Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner betonte, dass es sich dabei um ein wenig erforschtes konservatorisches Problem handele. Betroffen seien insbesondere Glasmalereien des 19. Jahrhunderts. Doch auch an Farbgläsern des Mittelalters sei dieses Schadensphänomen zu beobachten. Offenbar spielten vom Menschen ausgehende Umwelteinflüsse wie schadstoffbelastete Luft eine wichtige Rolle.

Zur konservatorischen Behandlung von Craqueléschäden gebe es derzeit kein angemessenes Verfahren. Mit dem Mitteln der BDU sollen nun innovative Restaurierungsmaterialien und -methoden erprobt und schließlich bei einem Teil des Welter-Zyklus’ angewendet werden.

Für die dreijährige Forschungsarbeit arbeitet die Dombauverwaltung mit dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg zusammen. Die praktische Umsetzung und experimentelle Erprobung von zwei neuen Technologien findet in der Glasrestaurierungswerkstatt der Kölner Dombauhütte statt.

ddp