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Kultur Hektisch durch die Hackerwelt: So spielt sich „X-Code“
Nachrichten Kultur Hektisch durch die Hackerwelt: So spielt sich „X-Code“
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16:00 30.06.2019
Kartenklopperei, aber mit großer Hektik und nicht ohne Reiz: „X-Code“ von Kasper Lapp. Quelle: Hersteller
Leipzig

Bei „Magic Maze“, seinem Debüt als Spieleautor, schickte Kasper Lapp eine Runde Fantasy-Abenteurer los, um ein Einkaufszen­trum zu plündern. Der dezent anarchische Spaß entwickelte sich vor zwei Jahren zum Überraschungserfolg und „Spiel des Jahres“-Kandidaten.

Bei „X-Code“ macht Lapp die Spieler nun zu Hackern im Kampf gegen Schadsoftware im Darknet – so zumindest die Hintergrundgeschichte. In der Praxis entpuppt sich dieses Spiel als Kartenklopperei, aber mit großer Hektik und nicht ohne Reiz.

Die Ausstattung ist großzügig, um nicht zu sagen: übertrieben. Ein üppiger Spielplan zeigt die Zahlen 0 bis 9, dazu die Zeichen * und # – Platz für entsprechende Karten. Dazu kommt noch ein kleinerer Plan mit Platz für Sonderkarten und eine Sanduhr. Denn „X-Code“ ist, um schon einmal die größte Schikane zu verraten, ein Spiel gegen die Zeit.

Ein üppiger Spielplan zeigt die Zahlen 0 bis 9, dazu die Zeichen * und # – Platz für entsprechende Karten. Quelle: Hersteller

Drei Karten hat jeder Spieler anfangs auf der Hand; neben den Ziffern und Symbolen vom Hauptplan gibt es noch Joker und Zeitkarten. Das Spiel ist gewonnen, wenn auf jedem Zahl- oder Symbolfeld ein entsprechender Drilling liegt.

Gespielt wird gleichzeitig und ohne feste Reihenfolge; bei bis zu acht Mitspielern stellt sich wohliges Durcheinander ein. Dabei sind die Optionen beschränkt. Entweder man zieht eine Karte nach (bis zu einem, von der Spielerzahl abhängigen Handkartenlimit von fünf bis zehn). Oder man wirft drei Handkarten ab. Oder man tauscht eine Karte mit dem rechten oder linken Nachbarn. Oder man legt einen Drilling auf den Spielplan. Joker ersetzen beliebige Ziffern oder Symbole.

Drei Zeitkarten erlauben es einem, die unerbittlich laufende Sanduhr umzudrehen – sonst ist die Partie nach drei Minuten vorbei. Natürlich sollte man das gut timen: Die Uhr zu drehen, ergibt nur Sinn, wenn nur noch wenig Sand durchlaufen wird. So weit das Grundszenario, das erste Level.

Neue Karten, neue Regeln, neue Schwierigkeiten

In den folgenden wird die Zahl der Zeitkarten und Joker beschränkt, und danach gibt es noch ominöse Geheimfächer in der Spielschachtel, darunter neue Karten, neue Regeln, neue Schwierigkeiten.

„X-Code“ teilt einige Merkmale mit „Magic Maze“: das gleichzeitige Spielen auf Zeit bei eingeschränkten Möglichkeiten von Kommunikation und Aktion. Ihm fehlt aber die sympathisch-schräge Geschichte, die „Magic Maze“ auch für Spieler reizvoll machte, die mit Hektik sonst nur wenig anfangen können.

„X-Code“ wirkt dagegen wie eine Fingerübung darin, wie viel man aus dem simplen Prinzip herausholen kann. Es ist daher nur Menschen zu empfehlen, die es gerne etwas eiliger haben.

Kasper Lapp: „X-Code“. Amigo, für zwei bis acht Spieler ab zehn Jahren, etwa 30 Euro. Quelle: Hersteller

Info: Kasper Lapp: „X-Code“. Amigo, für zwei bis acht Spieler ab zehn Jahren, etwa 30 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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