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Kultur Hannover: Juan S. Guse liest aus „Miami Punk“
Nachrichten Kultur Hannover: Juan S. Guse liest aus „Miami Punk“
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16:05 28.05.2019
Fragen zur Zukunft: Juan S. Guse, Moderatorin Jutta Rinas (Mitte) und Kerstin Jürgens. Quelle: Heusel
Hannover

Juan S. Guse ist Schriftsteller in Hannover und promoviert an der Leibniz Universität im Institut für Soziologie. Seinen von Kritikern gefeierten Zweitroman „Miami Punk“ liest Guse im Literaturhaus und liefert gleich dazu wissenschaftliche Perspektiven – zusammen mit Kerstin Jürgens, ihrerseits Professorin für Mikrosoziologie an der Uni Kassel. In Guses 600-Seiten-Klopper geht es um vieles: E-Sports, mysteriöse Behörden, einsame Nerds und eine Alligatorenplage in der Stadt Miami, der über Nacht der Atlantische Ozean zur Wüste vertrocknet ist – das ist die Prämisse dieses realdystopischen Romans, von der aus sich die Handlung entwickelt David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“ ist das literarische Vorbild, aber im Mittelpunkt von „Miami Punk“ steht statt der Frage nach Unterhaltung eher die Frage nach Arbeit: Was sie bedeutet, in einer ähnlichen Welt wie unserer, und was dort passiert, wenn sie nicht mehr da ist.

Guse: Fiktion soll Fiktion bleiben

Dazu hat die Soziologie natürlich zahlreiche Ideen, und der Dialog, den Moderatorin Jutta Rinas zwischen Guse und Jürgens anfacht, ist teils gar nicht mehr aufzuhalten. Neben zwei kurzweiligen Kapiteln bekommen die etwa 30 Besucher auch Gedanken zur Digitalisierung und zum Niedergang der sinnstiftenden Strukturen unseres Alltags mit. Das „Ausgeliefertsein der Widrigkeiten der Welt“ ist eine Parallele, die Jürgens zwischen Figuren und Lesern des Romans beobachtet, Guse hat als Autor Bedenken, das Buch „historisch auszulesen“ – Fiktion soll Fiktion bleiben und abstrakte Ideen liefern. Wie die Soziologie kann sie aber auch rechtzeitig auf beunruhigende gesellschaftliche Entwicklungen hinweisen: Zwar wird die Nordsee nicht einfach wegtrocknen, doch Sozialstaat und Arbeitnehmer schwächeln auch in Deutschland – das wird im Abschlussbericht von Jürgens’ Expertenkommission „Arbeit der Zukunft“ angemahnt, den es neben „Miami Punk“ am Büchertisch zu kaufen gibt. Am besten, man nimmt man gleich beide mit.

Von Lilean Buhl

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