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Kultur Hamburg feiert Richtfest für Elbphilharmonie
Nachrichten Kultur Hamburg feiert Richtfest für Elbphilharmonie
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13:50 28.05.2010
Elbphilharmonie: Die Kosten für den Steuerzahler für den 500-Millionen-Euro-Bau stiegen von 77 auf 323 Millionen Euro, die Eröffnung ist für 2013 geplant. Quelle: dpa
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Hamburg feiert Richtfest für die Elbphilharmonie: „Trotz aller Schwierigkeiten war es richtig, dass wir am Anfang dieses Jahrtausends diese Entscheidung getroffen haben“, sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) vor rund 1200 geladenen Gästen auf der Plaza in 37 Metern Höhe. Sie konnten beobachten, wie die Richtkrone an die Spitze des 110 Meter hohen Gebäudes der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron hochgezogen wurde. Der große Konzertsaal soll zu den zehn besten der Welt gehören und bietet 2150 Besuchern Platz. Die Kosten für den Steuerzahler für den 500-Millionen-Euro-Bau stiegen von 77 auf 323 Millionen Euro, die Eröffnung ist für 2013 geplant.

Kurz vor Beginn der Richtfestzeremonie protestierten einige Demonstranten vor dem Prestigebau auf einem alten Kaispeicher im Hafen. Als Römer verkleidet feierten sie „Rom am Abgrund“ und forderten „eine Elphi reicht nicht für alle“. Mit Liedern besangen sie das „Denkmal für die Reichen“ und „ein Schandmal für unsere Stadt“ und verteilten mit 350 000 000 Euro bedruckte Geldscheine. „Es kann nicht sein, dass hier 500 Millionen Euro ausgegeben werden und woanders Projekte sparen müssen“, sagte Christine Ebeling von der Gängeviertel-Initiative. Auch auf der Elbe fuhren Demonstranten mit einer Barkasse um das spektakuläre Gebäude und forderten auf einem Plakat „Elphi entern“.

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Seit Jahren sorgt die Elbphilharmonie für Schlagzeilen. Immer höhere Kosten, die Eröffnung erneut um ein Jahr verschoben und dann auch noch angebliche Baumängel: Längst ist das Prestige-Projekt für alle Beteiligten zum Alptraum geworden, und die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

dpa

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