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Kultur Hallelujah im Großen Sendesaal
Nachrichten Kultur Hallelujah im Großen Sendesaal
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13:59 07.12.2018
Frohes Fest: Im Großen Sendesaal (Foto: Archiv) spielte die NDR-Radiophilharmonie ihr traditionelles Weihnachtskonzert. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Irgendwann erklang im Großen Sendesaal „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius: sehr vertraute Klänge. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings beim Weihnachtskonzert mit der NDR-Radiophilharmonie schon eine halbe Stunde vergangen – und wer daraus den Schluss zieht, dass an diesem Abend nicht nur die altbekannten Hits gespielt wurden, liegt ganz richtig.

Der Auftakt hatte zwar mit „Vom Himmel hoch“ zu tun, doch derart üppig wie in Otto Nicolais Weihnachts-Ouvertüre ranken sich kaum einmal mannigfache Abzweigungen um dieses Thema. Das klang keineswegs immer nur besinnlich, sondern entfaltete unter Gastdirigent David Marlow einige Wucht.

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Die „Europa Chor Akademie Görlitz“ hatte in der Folge bei den Auszügen aus Händels „Messiah“ besonders strahlende Momente, Sopranistin Sibylla Rubens intonierte unter anderem „Jubilate, Amen“ von Max Bruch sehr distinguiert. Beim Stokowski-Arrangement von Bachs „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ konnte sich Moderatorin Raliza Nikolov den kleinen Seitenhieb nicht verkneifen, dass hier wohl eher der Arrangeur als der Komponist zur Geltung käme – eine besonders puristische Angelegenheit ist das in der Tat nicht.

Mit John Rutters „Candlelight Carol“ näherte sich das Konzert originell dem Abschluss, bevor das Händel-„Hallelujah“ ein letztes Ausrufezeichen setzte. Oder nein, ein vorletztes: Ohne die Publikumsbeteiligung im Zugabenblock, diesmal mit „Alle Jahre wieder“ und „O du fröhliche“, kommt das NDR-Weihnachtskonzert traditionell nicht aus.

Und für alle, die den Abend aus welchen Gründen auch immer verpasst haben: Das Konzert wurde aufgezeichnet und ist am 25. Dezember um 11 Uhr auf NDR-Kultur zu hören.

Von Jörg Worat