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Kultur Halbe Million Euro für Erforschung der "Goldenen Tafel"
Nachrichten Kultur Halbe Million Euro für Erforschung der "Goldenen Tafel"
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11:17 10.05.2012
Von Henning Queren
FÖRDERN: Katja Lembke (links) und Wilhelm Krull.
FÖRDERN: Katja Lembke (links) und Wilhelm Krull. Quelle: PHILIPP VON DITFURTH
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Hannover

„Wir wollen in vier Jahren uns ein vollständiges Bild von der Tafel machen“, so Wilhelm Krull, der Generalsekretär der Stiftung. Bei dem Forschungsprojekt wird das Landesmuseum wegen der Bedeutung des Objektes mit den staatlichen Museen zu Berlin und der Goethe-Universität Frankfurt zusammenarbeiten. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums: „Wir haben hier eins der Meisterwerke der europäischen Kunst überhaupt.“

Und damit nachvollziehbar wird, was mit der „Goldenen Tafel“ passiert, wird die Erforschung den Besuchern vor Augen geführt. Um den Altar wird eine Box mit Sichtfenster gebaut.

Auf der Suche nach dem „Meister der Goldenen Tafel“: Modernste wissenschaftliche Geräte wie sündhaft teure digitale Infrarotkameras sollen Aufschluss geben über den oder höchstwahrscheinlich die Maler der 36 einzelnen Bibelszenen aus dem Leben Christi. Kunsthistoriker werden das hochkomplexe Bildprogramm des frühen multimedialen Werks entschlüsseln, das Malerei, Bildhauerei und Schmiedekunst umfasst. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, inwieweit die Welfen Auftraggeber für den Altar waren. Herauskommen soll dabei neben neuen technischen Details ein geistiges Panorama von Europa um 1400.