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11:08 22.03.2012
Von Matthias Halbig
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PISTOLENLAUF DER DINGE: Jill (A. Seyfried) dreht am Türknauf und am Rad. Quelle: 20th Century Fox
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Leider ist Amandas Auge derzeit nicht so gut im Drehbuchprüfen. In dem von Allison Burnett verfassten "Gone" spielt sie ein von Angstzuständengepeinigtes Entführungsopfer, das glaubt, dass die bei ihrer Rückkehr von der Café-Schicht verschwundene Schwester von demselben Vergewaltiger gekidnappt wurde. Die Polizei? Ist in solchen Filmen natürlich dazu da, nichts zu glauben. Die hysterische Heldin? Ist so gaga, dass man geneigt ist, der Polizei zu glauben, wüsste man nicht, dass man in Filmen dieser Art immer zu der hysterischen Heldin halten muss. Genau - seufz! Wie langweilig. Seyfried, oder wie sie im Film heißt, Jill Parrish, schnappt sich jedenfalls ein Schießeisen und geht auf die Suche nach der Schwester, und die Cops nehmen sie hops - wollen das jedenfalls.

Genauso wie Regisseur Heitor Dhalia einen tollen Film aus all seinen Thriller-Bausteinen machen wollte, aber nach einem geglückten, düsteren Auftakt nichts mehr hinkriegt. Wie in so vielen Filmen des Genres gilt: Die Logik stirbt zuerst. Als sich am Ende alles auflöst, ist man so desinteressiert, dass man sogar einen Angriff von Robotern hinnehmen würde.

Bewertung: 2/5

Kultur Filmkritik - Take Shelter
22.03.2012
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