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13:02 16.10.2013
Von Stefan Gohlisch
NUR ECHT MIT EMMA: Ebba Ekholm (links) und Thomas Wismann sind Jim Knopf und Lukas. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Der schrullige König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte, der liebe Scheinriese Herr Turtur, die zarte Prinzessin Li Si und die garstige Drachendame Frau Mahlzahn - jedes Kind, das nach 1960 aufgewachsen ist, kennt diese Figuren. Und natürlich auch Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer. Ab 8. November bringt das GOP diese Helden aus den Büchern von Michael Ende auf die Bühne, als Weihnachtsmusical.

Und nicht als irgendein Musical: „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist in der gezeigten Fassung von Autor, Schauspieler und Regisseur Christian Berg und Liedermacher Konstantin Wecker das erfolgreichste Familienmusical. Mehr als eine Million Menschen haben das Stück gesehen.

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Es ist also noch einmal ein Schritt nach vorne für das Varieté-Theater, dessen Weihnachtsmusical-Premiere im vergangenen Jahr (mit Bergs „Dschungelbuch“-Version) mit einer Auslastung von 98,7 Prozent ein enormer Erfolg war. Und auch von „Jim Knopf“ ist bereits jetzt die Hälfte aller Karten verkauft und damit doppelt so viele wie damals zu diesem Zeitpunkt. Für GOP-Direktor Dennis Meyer „ein Meilenstein“.

Nun geht es also auf der überschaubaren Bühne des GOP in die Welten der Fantasie, nach Lummerland, jener Insel mit zwei Bergen, in die Drachenheimat Kummerland, ins ferne Mandala und auf die Krone der Welt. 13 Schauspieler erwecken drei Dutzend Rollen zum Leben. Als Lukas konnte Musical-Routinier Thomas Wissmann („Die Schöne und das Biest“, „Wicked“) gewonnen werden, als Jim die reizende Newcomerin Ebba Ekholm. Die Titelmelodie der „Jim Knopf“-Version der Augsburger Puppenkiste sangen sie gestern bei der Pressekonferenz jedenfalls schon mal ganz zauberhaft, natürlich vor Emma, Lukas’ geliebter Lokomotive.

Für Bürgermeister Bernd Strauch ist das Stück ein Beleg dafür, „dass man für Kinder den elektronischen Medien mit lebenden Menschen etwas entgegensetzen kann - ohne erhobenen Zeigefinger“.

Relevant ist der Stoff laut Berg ohnehin bis heute: „Als ‚Jim Knopf’ 1960 erschien, wurde ein kleiner schwarzer Junge über Nacht der Held aller Kinder“, sagt er: „Und bis heute ist er ein Botschafter der Toleranz und der Freundschaft geblieben.“

Insgesamt 83mal wird „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ zwischen dem 8. November und dem 12. Januar im GOP (Georgstraße 36) gespielt: dienstags ab 15, freitags ab 14, sonnabends ab 10.30 und 14 sowie sonntags ab 10 Uhr. An den Weihnachtsfeiertagen und Silvester gibt es ab 10 Uhr Zusatzshows. Die Sondervorstellungen für Schulen und Kindergärten (Dienstag bis Donnerstag ab 9.30 Uhr) sind bereits nahezu ausverkauft. Karten kosten für Erwachsene 19,90 Euro. Für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sind 16,90 Euro fällig. Es gibt auch den „Familienfahrschein“ für zwei Kinder und zwei Erwachsene; er kostet 66 Euro. Die Generalprobe findet am verkaufsoffenen Sonntag, den 3. November, am Kröpcke statt, die Premiere tags darauf. www.variete.de/jimknopf

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