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Kultur Die Klangfarben der Sharon Kam
Nachrichten Kultur Die Klangfarben der Sharon Kam
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14:56 11.01.2019
Der Gaststar: Sharon Kam beim NDR. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Ein hannoversches Orchester spielt mit einer hannoverschen Starsolistin das brandneue Werk eines hannoverschen Komponisten: Da lacht das lokalpatriotische Herz. Bach und Brahms nimmt man dann auch noch ganz gern mit …

Scherz beiseite, die meiste Neugier richtete sich beim 5. Ring-A-Konzert der NDR Radiophilharmonie im Großen Sendesaal sicherlich auf die Uraufführung des Klarinettenkonzerts, das Thorsten Encke für Sharon Kam geschrieben hat – ein Auftragswerk des NDR. Und die international gefragte Solistin enttäuschte die Erwartungen nicht, bediente die zahlreichen Klangfarben, die dem Komponisten hier vorgeschwebt haben. Besonders spannend geriet der erste von vier Teilen: Der „Call“ betitelte Abschnitt ist bewusst so angelegt, dass sich das Solo-Instrument erst nach und nach gegen die Orchesterstimmen behaupten muss.

Auch später kam es zu interessanten Wechselwirkungen und dynamischen Feinstabstufungen, nach rund einer Viertelstunde allerdings auch zu dem einen oder anderen kurzfristigen Spannungsverlust, was sich bei künftigen Aufführungen noch einspielen mag, zumal Encke den Interpreten im Zuge der „begrenzten Aleatorik“ gewisse Freiräume zu gewähren pflegt. Jedenfalls wirkt die Komposition mit ihren melodischen wie auch rhythmischen Elementen keineswegs so verkopft wie manch andere zeitgenössischen Werke und wird hoffentlich ihren Weg in den Konzertsälen gehen. Als Zugabe spielte Sharon Kam Gershwins „Summertime“ mit Betonung der bluesigen Anteile.

Den Auftakt hatte Bachs Toccata und Fuge in d-Moll gemacht, in Leopold Stokowskis Orchesterfassung des bekannten Orgelwerks. Der erst 31-jährige Dirigent Joshua Weilerstein überzeugte mit Sorgfalt im Detail, man kann indes darüber streiten, ob die teils doch sehr ausgeprägte Dramatik wirklich Bachs Geist entspricht – dies wäre jedoch in allererster Linie Stokowski anzulasten.

Eine weitere Bearbeitung gab‘s nach der Pause, nämlich Arnold Schönbergs Arrangement des g-Moll-Klavierquartetts von Brahms. Das klang schon sehr süffig und oft beschwingt, das Andante hätte allerdings etwas mehr Gelegenheit zum Atemholen eröffnen dürfen. Dafür kam das Finale mit Urgewalt – viel Beifall.

Von Jörg Worat

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