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Kultur Die Anti-Jungs erobern die Chartspitze
Nachrichten Kultur Die Anti-Jungs erobern die Chartspitze
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15:25 03.02.2012
Seit heute an der Spitze der deutschen Charts: Kraftklub.
Seit heute an der Spitze der deutschen Charts: Kraftklub.
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Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)

Sie klingen frech, rotzig und sind derzeit nicht aufzuhalten: Fünf Burschen Anfang 20, die sich Kraftklub nennen. Seit heute sind sie mit ihrem Debüt-Album "Mit K" offizielle Nummer eins der deutschen Charts. Dabei sind sie doch eigentlich anti-alles.

Kraftklub schrieben eine Berlin-Hymne, die eine Anti-Hymne sein soll: "Ich will nicht nach Berlin". Hastige Rap-Zeilen, ein Mix aus Punk-Rock und Hip-Hop dazu: fertig ist ihr Erfolgsrezept. Der Legende nach sollen sich Kraftklub am Neujahrstag 2010 in ihrer Heimatstadt Chemnitz, die die Anti-Jungs natürlich Karl-Marx-Stadt nennen, formiert haben. Natürlich aus Langeweile, was sonst?

Seither reihen sich Erfolgsmeldungen aneinander. Sofort einen Nachwuchswettbewerb gewonnen, als Vorbands für Beatsteaks und Fettes Brot sich erste Muskeln erworben. Zwar unterlagen sie zuletzt beim Bundesvision Song Contest Tim Bendzko (Nur noch kurz die Welt retten), aber ihre rasante Mischung aus Aggro-Rap und angespitzten Britpop-Riffs ist zu verlockend, als dass sie verpuffen dürfte.

Trotz ihres  rasanten Aufstiegs macht sich Kraftklub keine Sorgen über einen möglichen Absturz. "Wenn das irgendwann vorbei ist, dann ist da nicht irgendetwas Schlimmes passiert, im Gegenteil: Dann haben wir einfach eine total schöne Zeit zusammen gehabt", sagte Sänger Felix (22) der Nachrichtenagentur dpa in Chemnitz. "Während unsere anderen Kumpels studiert haben und danach auch nicht wissen, was sie machen sollen, haben wir halt eine Band gemacht und wissen nicht, was wir machen sollen. Mir macht das keine Angst." (bl/dpa)