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Kultur Der Aegi swingt im Bigband-Sound
Nachrichten Kultur Der Aegi swingt im Bigband-Sound
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14:45 11.02.2019
Goldene Ära: Das Glenn Miller Orchestra spielt im Theater am Aegi Swing-Klassiker. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Das Glenn Miller Orchestra ist eine Institution. Die 17-köpfige Bigband gastiert seit gut 30 Jahren regelmäßig im Theater am Aegi und beglückte auch diesmal wieder 600 Swing-Fans.

Zumal Orchestergründer und -leiter regelmäßig Wil Salden das Musikprogramm variiert. Aktuell heißt es „Jukebox Saturday Night“, nach einem Titel, den Miller 1942 aufnahm. Schon bei der traditionellen Eröffnung mit „Moonlight Serenade“, Millers einziger Komposition, geht den Zuhörern das Herz auf – bereit für einen gut zweistündigen Zeitsprung in die glanzvolle Ära der Bigband-, Swing- und Jukebox-Zeiten der 30er und 40er Jahre beginnt.

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Ob das mitreißende „Everybody loves my Baby“, das romantische „What a wonderful World“ oder der fetzige „Tiger Rag“ – jedes Stück wird vom Orchester mit sichtlicher Spielfreude präsentiert. Ein schöner warmer Bigband-Sound und eine herausragende Dynamik. Und immer mit viel Groove, dank Schlagzeuger Joost von Schaik. Die Musiker, etwa Spitzen-Saxofonist Peter Peuker, sind Könner.

Neben Millers Klassikern erklingen auch zeitlose Evergreens anderer musikalischer Ikonen wie Cole Porter, Iring Berlin, Count Basie und George und Ira Gershwin. Allerdings ebenfalls im ausgeklügelten Glenn-Miller-Sound.

Mit glasklarer Stimme und schönem Timbre verleiht Sängerin Eva Buchmann den Liedern weiteren Glanz, wie bei „Stairway to the Stars“ und „I know why“. Hervorragend auch die Moonlight Serenaders, das aus dem Orchester gebildete Vokal-Quintett, mit Buchmann, Salden und Peuker. So brillieren sie bei „Jukebox Saturday Night“ und „Perfidia“ mit edlen Satzgesängen und bestem Vokal-Swing.

Bigband-Leader Salden spielt am Flügel, moderiert den und erzählt Kurzweiliges zu den Werken und Komponisten. Bei „Pennsylvania 6-5000“ werden die Instrumente in großen Bewegungen geschwenkt, und die Musiker verteilen sich auf der Bühne. Und bei „Chattanooga Choo Choo“ drehen sie noch einmal schalkhaft auf. Als Zugabe, es darf nicht fehlen, gibt es „In the Mood“. Da steht das Publikum, klatscht freudig mit und erhält weitere Zugaben. Am Ende stehende Ovationen.

Wieder am 1. März 2020 im Theater am Aegi. Der Vorverkauf startet in Kürze.

Von Christian Seibt

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