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Kultur Compagnie Fredeweß: Tanz auf der dünnen roten Linie
Nachrichten Kultur Compagnie Fredeweß: Tanz auf der dünnen roten Linie
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13:12 28.09.2010
Auf nach Bulgarien: Das neue Stück der Compagnie Fredeweß.
Auf nach Bulgarien: Das neue Stück der Compagnie Fredeweß.
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HANNOVER. Man weiß gar nicht, wo sie verläuft, diese titelgebende dünne rote Linie. Und weiß auch überhaupt nicht, was sich jenseits der „Fine Red Line“, wie das neue Stück der Compagnie Fredeweß heißt, befindet. Diesseits auf jeden Fall kraftvoller, packender Tanz.

Um Entscheidungen und die ganz persönlichen Auseinandersetzungen mit sich selbst gehts in der neuen Tanzperformance von Hans Fredeweß, die er zusammen mit Co-Choreografin und Tänzerin Natascha Hahn und Dramaturgin Sabine Göttel erarbeitet hat.

Der Tanz und die modern-sinfonische, von bulgarischen Mythen inspirierte Musik des bulgarischen Komponisten Wladimir Bogdanov passen sehr gut zueinander. Zu bewegenden Streicherlinien, kontemplativen Chor- und Orgelklängen winden, drehen und rollen sich die Tänzer Tsori Bar-Natan, Simon Beyer-Pedersen, Hanna Farina Blis­njuk, Wan-Ling Liao und Natascha Hahn.

Der Tänzer verknäueln sich, die Gruppen lösen sich schnell wieder auf, Tänzer lassen sich fallen und tasten sich zueinander oder voran – und vorher kraftvolle Bewegungen frieren ganz plötzlich ein.

Man spürt förmlich das Ringen um Entscheidungen der Akteure. Schön, wie die fünf Körper im roten Licht auf der Bühne nach hinten rollen und in einer embryonalen Schutzhaltung liegen bleiben. Am Ende Bravos und langer Applaus. sei

Bewertung 4/5

Weitere Aufführungen am 29. und 30. September jeweils um 20 Uhr sowie im Fe­bruar 2011 (genaue Termine erfragen unter Tel. 0511 / 45 00 10 82). Tanzhaus im Ahrberg-Viertel, Ilse-ter-Meer-Weg 7.