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Kultur „Cleo“ – Dieser deutsche Film wird Sie wirklich bezaubern!
Nachrichten Kultur „Cleo“ – Dieser deutsche Film wird Sie wirklich bezaubern!
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06:00 21.07.2019
Wer die Zeit hat, hat das Glück: Cleo (Marleen Lohse) und Paul (Jeremy Mockridge). Quelle: Foto: Weltkino
Hannover

„Du kannst nicht zweimal in den selben Fluss springen. Es ist nicht mehr der selbe Fluss und du nicht mehr die selbe Person“ – mit diesem Worten von Heraklit über die Vergänglichkeit beginnt „Cleo“. Aber gleich darauf beschwert sich die Hauptfigur über das allzu bedeutungsschwere Zitat und fordert einen anderen Anfang für den Film ein.

Kein Problem. Das Tor öffnet sich zum Berliner Alexanderplatz. Ein schnauzbärtiger Erzähler führt durch die belebte Metropole. Aber auch dieser Anfang wird tricktechnisch wieder zusammengeknüllt und durch eine Zeitraffersequenz ersetzt, in der die Geschichte Berlins von der Gründung bis zum Mauerfall in wenigen Sekunden über die Leinwand flimmert.

Für Erik Schmitt ist das Kino ein magischer Spielplatz

Gleich zu Beginn macht Regisseur Erik Schmitt in seinem Langfilmdebüt klar, dass er das Kino als Spielplatz begreift, auf dem er sich nach seinen eigenen Regeln zu tummeln gedenkt. Traumatische Verluste haben das Waisenmädchen Cleo (Marleen Lohse) zu einer neurotischen, jungen Frau heranwachsen lassen. Aber dann taucht plötzlich Paul (Jeremy Mockridge) auf und hat die Schatzkarte der legendären Bankräubergebrüder Sass in der Hand. In deren Versteck soll auch eine magische Uhr lagern, mit der man die Zeit zurückdrehen kann und Cleo hofft nun damit die tragischen Ereignisse ihrer Kindheit ungeschehen zu machen.

Marleen Lohse verfügt über ein beträchtliches Leinwandcharisma

„Cleo“ ist ein quirliger, mit sehr viel Fantasie und Liebe gearbeiteter Film. Unübersehbar hat sich Schmitt von den Filmen Michel Gondrys („Vergiss mein nicht“) und Jean-Pierre Jeunets („Die fabelhafte Welt der Amelie“) inspirieren lassen. Bunte Farbkompositionen, Stopmotionsequenzen, Bildbeschleunigungen und das beträchtliche Leinwandcharisma von Marleen Lohse mischen sich hier zu einem cineastischen Fantasiecocktail, dem man seine kitschigen Abschweifungen und eine allzu deutlich ausformulierte Botschaft gerne vergibt.

Sicherlich ist „Cleo“ kein Meisterwerk, aber das vielversprechende Debüt eines echten Filmverliebten, der dem deutschen Kino hoffentlich noch viele Geschenke machen wird.

Filmtitel: „Cleo“Regie: Erik SchmittDarsteller: Marleen Lohse, Jeremy MockridgeFilmtitel: 99 MinutenAltersfreigabe: ab 0 Jahren

Von Martin Schwickert

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