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Kultur Cannes 2019: Wie die Festivalbesucher geschützt werden – oder eher bedroht?
Nachrichten Kultur Cannes 2019: Wie die Festivalbesucher geschützt werden – oder eher bedroht?
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07:00 16.05.2019
Polizisten sichern das Palais des Filmfestivals in Cannes ab. Quelle: Petros Giannakouris/AP/dpa
Cannes

Wichtiger Hinweis für alle Cannes-Gänger: Waffen und Feuerwerkskörper sind auf dem Festivalgelände verboten. So steht es tatsächlich auf dem Zettel, den jeder Akkreditierte in die Hand gedrückt bekommt. Es gelten Anti-Terror-Maßnahmen.

Einverstanden, aber was ist mit dem Parfumflakon in der Tasche? Oder der Ein-Liter-Wasserflasche? Die dürfen auch nicht mit ins Kino. Bei jedem Vorstellungsbesuch wird ein Sicherheitscheck wie am Flughafen zelebriert. Also: Alles raus aus den Taschen, durch den Scanner gehen, im Zweifelsfall individuelle Nachbetreuung.

Überprüfungen in Cannes nehmen mit jedem Tag mehr einen symbolischen Charakter an

Das dauert. Schließlich ist es Sinn und Zweck von Cannes, ins Kino zu gehen. Inmitten all des Gepiepes fragt man sich: Wie schafft es bloß die sicherheitstechnisch so diskrete Berlinale, ihre Gäste wohlbehalten durchs Festival zu bringen?

Allerdings nehmen die Überprüfungen in Cannes mit jedem Tag mehr einen symbolischen Charakter an. Es hat etwas von einem gut einstudierten Ballett, wie die Kontrolleure mit ihren manuellen Metalldetektoren an den Checkpoints herumwedeln.

Spezialkräfte mit Maschinenpistolen spazieren durch Cannes

Damit wirklich nichts passiert, sind Profis zur Stelle: Spezialkräfte mit Maschinenpistolen spazieren durchs überfüllte Städtchen, Bomben-Spürhunde schnuppern vor den großen Hotels , 639 Überwachungskameras sind laut der Lokalzeitung „Nice-Matin“ kreuz und quer in der Stadt verteilt, und 665 hübsch bepflanzte Betonkübel sichern die Croisette. Und von der verstärkten Überwachung von Luftraum und Küste war bis jetzt noch gar nicht die Rede.

Manchmal fragt man sich bei so viel Sicherheit allerdings: Soll man sich nun besonders geborgen oder doch eher bedroht fühlen?

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Von Stefan Stosch/RND

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