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Kultur Bundespräsident Gauck würdigt Karl den Großen
Nachrichten Kultur Bundespräsident Gauck würdigt Karl den Großen
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19:03 19.06.2014
Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die Karlsausstellung. Quelle: Henning Kaiser
Aachen

n.

Wenn eine so große Kraftentfaltung wie bei der karolingischen Reform möglich gewesen sei, dann gebe es heute keine Ausreden für mangelnde Anstrengungen bei kultureller Erziehung und Bildung, sagte Gauck. Die Erinnerung an Karl (747/748-814) könne Mut für die Gegenwart machen.

Karl habe in einem "erstaunlichen politischen und militärischen Kraftakt" die Einigung jener europäischen Regionen und Länder geschaffen, die Jahrhunderte später an der Wiege der Europäischen Union gestanden hätten. Ihm sei klar gewesen, dass zur dauerhaften Sicherung eines solchen Reiches Kultur, Bildung und Recht notwendig waren. "Dass er Vater Europas genannt wurde, ist auch aus heutiger Sicht noch legitim", sagte Gauck.

Der Bundespräsident erinnerte aber auch an die dunklen Seiten des Herrschers. Es befremde, wenn Krieg und Mord als selbstverständliche Mittel der Politik eingesetzt würden. Gauck kritisierte auch, dass damals die christliche Taufe häufig wie selbstverständlich auf Eroberungen durch Feuer und Schwert folgte.

Die dreiteilige Ausstellung "Karl der Große. Macht Kunst Schätze" (20.6.-21.9.) beleuchtet Karls Machtsystem, den Herrscher als Impulsgeber für Kunst und Kultur und verlorene und nach Aachen zurückgekehrte Schätze. Karl der Große hatte in Aachen mit seiner Pfalz das größte Bauwerk nördlich der Alpen seiner Zeit errichtet. Die Palastanlage war Zentrum der Macht, Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Die Ausstellung in Aachen gilt als bedeutender Beitrag zum Karlsjahr. Die Präsentationen finden an drei Orten der früheren karolingischen Pfalzanlage statt: Im Krönungssaal des Aachener Rathauses, das auf Fundamenten der Königshalle Karls des Großen steht, in der Domschatzkammer und in dem neuen Stadtmuseum Centre Charlemagne zwischen Dom und Rathaus.

Schirmherren sind neben Bundespräsident Gauck der italienische Präsident Giorgio Napolitano und der französische Präsident François Hollande. Aachen erwartet in den nächsten drei Monaten bis zu 150 000 Besucher.

dpa

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