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Kultur Bei „Hannover Slam City“ gibt es Poesie mit Knalleffekt
Nachrichten Kultur Bei „Hannover Slam City“ gibt es Poesie mit Knalleffekt
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15:37 29.07.2018
Als der Regen kam: Prada Meinhoff geben eine wilde Elektropunk-Schau auf der Kulturkiosk-Bühne.
Als der Regen kam: Prada Meinhoff geben eine wilde Elektropunk-Schau auf der Kulturkiosk-Bühne. Quelle: Nancy Heusel
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Es ist ja nicht so, dass der Elektropunk von Prada Meinhoff nicht schon genug Wumms hätte. Doch dann grummelt es gewaltig am Himmel, es rumpelt und zieht sich zu. Sängerin Christin Nichols guckt irritiert und sagt: „Ich dachte kurz: Ist das Special-Effects-Team so gut?“ Und dann dröhnen sie und ihr Kompagnon René Riewer bis in den Sturzregen hinein. Warum auch mit dem Feiern aufhören, wenn es so schön ist wie beim ersten „Hannover Slam City“-Festival auf dem Faust-Gelände?

Zwei Tage Sonnenschein, ein Tag Donnerwetter und die ganze Zeit Musik und Live-Literatur – Poesie mit Knalleffekt zuhauf: 1500 Besucher wollten sich die Premiere der Veranstaltung nicht entgehen lassen. Dazu gab es Konzerte von Bands wie The Fuck Hornisschen Orchestra und Acht Eimer Hühnerherzen, Einzelauftritte der Besten der deutschen Poetry-Slam-Szene, Team-Slam, Musik-Slam und die ersten Hannoverschen Stadtmeisterschaften.

Auch die mussten abgebrochen werden; so teilen sich Tobi Kunze und Johannes Berger den Titel. Und in der 60er-Jahre-Halle, in die evakuiert wurde, trug der großartige Sven Kamin ganz passend ein Regengedicht vor: „Ich bin der Scheibenwischermann, und meine Welt ist eine Scheibe.“

Von Stefan Gohlisch

29.07.2018
29.07.2018
29.07.2018