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Kultur Amrita Hepi bittet zum Tanz
Nachrichten Kultur Amrita Hepi bittet zum Tanz
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16:54 27.06.2019
Die Tänzerin: Amrita Hepi bei ihrer Theaterformen-Performance „A Call to Dance“. Quelle: Foto: Theaterformen
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Hannover

Das wäre doch mal ein Anblick: 10 000 Menschen auf dem Ballhof. Alle tanzen, kostümiert, hinter Flattervorhängen – „und dann ziehen sich alle aus!“ Einer ihrer Gäste, zwei Jahre alt, habe ihr diese Idee erzählt, sagt Amrita Hepi bei ihrer Performance „A Call to Dance“ im Ballhof zwei.

Sechs Tage lang hat die Australierin für das Festival Theaterformen in einer Kunstpraxis 47 Hannoveraner empfangen. Sie hat mit ihnen – strahlend zugewandt – über die Stadt gesprochen, das Leben und das, was sie bewegt. Daraus hat sie kleine Choreografien erschaffen und daraus die Performance.

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Einen Werkstattbericht zu „A Call to Dance“ lesen Sie hier.

Hepi hat Bewegungen gesammelt, und die führt sie jetzt vor Mal wankt sie wie ein Zombie, mal reproduziert sie die untoten Bewegungen gängiger Videoclips. Sie ist eine Tänzerin enormer Bandbreite: Klassische Bewegungsmuster finden sich ebenso in dieser Performance wie Diskothekenzappelei und Bauchtanz-Variationen. Und zu Helene Fischers „Atemlos“ rauft sie den Arm in die Höhe und leert dazu eine Getränkedose.

Zwischendurch erzählt sie von Begegnungen, von Mats, dem Künstler, zum Beispiel oder von dem Journalisten, der partout nicht tanzen wollte. Und über all diese Ausdrucksformen erzählt sie auch ganz viel über die Vielfalt der Stadt und Gedanken.

Hepi hat indigene Wurzeln. Ihren Körper versteht sie ganz schamanisch als Träger von Erinnerungen, was sich ohnehin immer mehr als Oberthema dieser Theaterformen herauskristallisiert. Ihm ist nun Hannover eingeschrieben. Und Hannover? Bewegt sich doch.

Die Programmübersicht der Theaterformen lesen Sie hier.

Von Stefan Gohlisch