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Kultur Alexa Feser auf Beinahe-Heimspiel
Nachrichten Kultur Alexa Feser auf Beinahe-Heimspiel
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15:12 30.09.2019
Mit dickem Ausrufezeichen: Alexa Feser singt und erzählt viel im hannoverschen Musikzentrum. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Alexa Feser freut sich: „Hannover, was ist denn hier los? Ausverkauft!“ 500 Fans im Musikzentrum freuen sich zurück, auch der Balkon ist geöffnet, das ist ein guter Anblick. Mancher schaut sich noch unsicher um, ob der Enge im Club in Vahrenwald – das Publikum ist überraschenderweise überwiegend älter.

Hannover, holt mich ab!“, fordert Feser forsch, einen hervorragenden Klang wird sie mit ihrer Band aus Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Backgroundgesang präsentieren, ausgewogen und kräftig und in den erforderlichen Momenten ruhig. Ihre Stimme ist dabei düster und im Alt-Bereich, nicht immer fassbar, androgyn: „Und dann hast du mich abgeholt, alles in Silber getaucht und mir gesagt, ich bin nicht schlimmer kaputt als alle anderen auch“ singt sie dunkel.

Lesen Sie hier: So war es vor zwei Jahren mit Alexa Feser im Musikzentrum

Eine Frau hält durch

Lieder voller Nachdenklichkeiten kündigt sie an, Alexa Feser pflegt den Blick auf sich selbst. Singt vom „Durchhaltevermögen“ bei „Das Gold von morgen“, redet lange und viel, gibt Tipps, erzählt von ihren Anfängen als Musikerin. Das kostet richtig Zeit und somit auch ein paar Songs. Das Publikum soll sich setzen und mit ihr zusammen aufspringen, „Grounding“ beim Pop, es funktioniert tatsächlich.

Nun beklagt sie sich über die Hitze im Club, während der Herbst-Regen gegen das Musikzentrum prasselt. Sie ist ja eigentlich von hier: „Mama und Oma“ kommen aus Lohnde bei Hannover, die kleine Alexa ist dort aufgewachsen und war hier oft im Zoo. Noch konfuser: Eigentlich ist sie eine gebürtige Wiesbadenerin und wohnt schon seit 13 Jahren in Berlin. Doch die Preise sind – „besonders für arme Musiker wie mich“ – einfach zu hoch. Deshalb überlege sie, zurück nach Hannover zu kommen.

Alexa, mach mal das Licht an“

Und so plaudert sie aufgeräumt und offen, hätte auch gerne in einem Club in der Innenstadt gespielt, so wie in Köln und so weiter. So manchmal wird man aus ihrem Humor nicht wirklich schlau, doch der Witz ist gut: „Alexa“, sagt sie, „mach’ mal das Licht an!“

Lesen Sie hier: Alexa Feser 2017 im NP-Interview

Sie singt einen feinen Berlin-Song, „Ich bleibe“, und mit „Tempelhofer Feld“ einen zweiten, Hannover wird wohl in naher Zukunft keine neue Heimat für sie werden, dazu liebt Alexa die Hauptstadt zu sehr. Sie probt nun für den großen Auftritt, eröffnet eine „B-Bühne“ am Mischpult und begleitet sich am Keyboard – „bitte jetzt mal nicht filmen!“

Nah dran: Alexa Feser im Musikzentrum. Quelle: Nancy Heusel

„Atari T-Shirt“ ist ein guter Disko-Song, tanzbar und modern, „Lola rennt“ ein Lied aus Filmtiteln, denn, lange Geschichte, Alexa Feser ist Cineastin. Nach zwei Stunden gibt es viel Beifall für Musik und Informationen.

Von Kai Schiering

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