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Kultur 18. Masala - Weltbeat-Festival
Nachrichten Kultur 18. Masala - Weltbeat-Festival
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12:50 30.03.2012
Von Evelyn Beyer
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STIMME DER TUNESISCHEN REVOLUTION: Emel Mathlouthi singt am 11. Juli im Schauspielhaus Lieder der Freiheit und des arabischen Frühlings.
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Hannover

Die Sierra Leonie’s Refugee All Stars waren vor dem Bürgerkrieg geflohen, ein US-Filmteam dokumentierte ihren beschwerlichen Weg durch die Camps und verhalf ihnen zur ersten CD-Produktion 2006. Am 13. Juli ist beides im Pavillon zu sehen: ab 19 Uhr der Film, ab 21 die All Stars.

Hannovers großes Weltbeat-Festival Masala geht in seine 18. Runde; diesmal zur schönsten Sommerzeit, vom 4. bis 15. Juli. Denn vorher sind A-cappella-Woche und Kunstfestspiele, und der europäische Fußball rollt - die Ferien beginnen aber erst am 23. Juli. Beste Aussichten also für die Außenkonzerte wie Gadjo aus Spanien mit Balkan und Reggae auf dem Gut Adolphshof (8. Juli) oder Shunsuke Kimura und Etsuro Ono auf dem Hermannshof Völksen, die traditionell Japanisches mit Soul und Blues verschmelzen (12. Juli).

Tragendes Thema dieses Festivals aber sind Flüchtlinge und in ihrer Heimat gefährdete Menschen: „Die Weltmusik-Gruppen kommen häufig aus Krisengebieten“, so Christoph Sure, „ausgehend von den Musikern aus Sierra Leone haben wir das weiterverfolgt.“

So eröffnet das Festival am 4. Juli im Pavillon mit neuen Klängen der Sinti und Roma: Romengo aus Ungarn zeigen ihre jungen, experimentierfreudigen Interpretationen. Ein Star des Festivals ist Emel Mathlouthi, deren Lied „Kelmti Hourra“ (Mein Wort ist frei) zu einer Hymne der tunesischen Revolution wurde, eine begeisternde Sängerin von großer Intensität (11. Juli). Und ein spezieller Auftritt ist am Hildesheimer Center for World Music vorgesehen: Golbon, junge Musikerinnen aus Teheran, dürfen sonst nicht öffentlich spielen - im Rahmen eines Seminars aber gastieren sie bei Masala (5. Juli).

Einmalige Klänge sind auch in der Reihe „Niedersachsen im Dialog“ zu hören: Aus Argentinien reist Rosario Smowing eigens an, um mit Pinkspots aus Hildesheim und Hannover zu musizieren. Drei Tage lang coachen die Argentinier die Niedersachsen in den Feinheiten des „Swing Argentino“ und „Electroswing“, dann laden beide zum Doppel-Konzert.

Erstmals macht Masala im Bei Chez Heinz Station - idealer Ort für „Ma Valise“ aus Frankreich mit ihrem Gypsy Punk Chans.

Die Tickets

Der Vorverkauf für alle Konzerte läuft, das Programm ist im Internet unter www.masala-festival.de einzusehen; dort finden sich auch kurze Clips der auftretenden Gruppen. Der gedruckte Flyer erscheint nach Ostern; Anfang Mai das ausführliche Programmheft.

Die Karten kosten für die Konzerte im Pavillon etwa 16 bis 19 Euro, ermäßigt 13 bis 16; für das Konzert im Schauspielhaus 11,50 bis 32 Euro, wobei es die niedrigsten Preisklassen nur im Schauspielhaus direkt gibt. Das Kinderkonzert mit Adesa am 11. Juli, 9.30 Uhr, kostet für Kinder vier, für Erwachsene sechs Euro. Für die Wochenenden gibt es vergünstigte Tickets (6.–8. Juli 35, 13.–15. Juli 40 Euro) und das gesamte Festival für 120 Euro. Wochend- und Festivalkarten sind übertragbar und nur an der Infotheke im Pavillon erhältlich.

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