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18:46 22.09.2017

Bundestagswahl

Wir gehen mit der ganzen Familie wählen, zusammen mit meiner Mutter und den zwei Kindern. Wir besuchen alle zusammen das Wahlbüro, aber jeder wählt eine andere Partei. Das führt auch schon mal zu Differenzen. Ich habe zum Beispiel vergeblich versucht, meine Tochter von der obszönen Idee abzubringen, die Linke zu wählen. Unsere Familie zeigt: Man kann über alles reden. Solange wir zu Kompromissen bereit sind und ein freier Meinungsaustausch möglich ist, ist nicht alle Hoffnung verloren. Und so sehe ich das auch für die Bundestagswahl. Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung, dass die Menschen trotz verschiedener Interessen an die Demokratie glauben. Damit wir hier keine Trumpisten bekommen – oder andere Politiker, die die Vielfalt der Meinungen nicht schätzen. Wladimir Kaminer (50), ist Schriftsteller und Kolumnist des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Quelle: dpa

Es wäre leichter, im Zusammenhang mit der Bundestagswahl von Befürchtungen zu sprechen. Meine Hoffnung wäre, dass die AfD sehr schlecht abschneidet und die Linke wieder drittstärkste Partei wird. Aber schon allein für diese bescheidenen Wünsche brauchte es ein Wahlwunder. Die Fehler der Vergangenheit rächen sich leider, die Große Koalition hat das politische Klima im Land polarisiert, weil die Konflikte bestenfalls hinter verschlossenen Türen ausgetragen worden. Der SPD wünsche ich, dass sie endlich ihre soziale Handbremse löst und sich von Angela Merkel distanziert, Bündnis90/Die Grünen, die mal meine Partei waren, sind mir fremd geworden. Die grundsätzlichen Probleme in dieser Welt haben im Wahlkampf überhaupt keine Rolle gespielt. Was bedeutet denn die Bekämpfung von Fluchtursachen tatsächlich? Das erfordert einen Handel, der der anderen Seite die gleichen Standards zubilligt wie uns, der nicht die Märkte der Ärmsten mit EU-Subventionen zerstört, der andere letztlich unseren Dreck schlucken lässt, weil sie für uns zu Dumpingpreisen produzieren müssen. Aber das bedeutete Verzicht auf Gewinn, auf Wachstum etc. Ich möchte nicht weiter in einer Welt leben, in der es uns so gut geht (bei allen gravierenden Unterschieden), weil es anderen so dreckig geht. Ingo Schulze (54), Schriftsteller („Peter Holtz“)

Quelle: Soeren Stache
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