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Digital Diablo 4 und Overwatch 2: Mit diesen Ankündigungen startet die BlizzCon 2019
Nachrichten Digital Diablo 4 und Overwatch 2: Mit diesen Ankündigungen startet die BlizzCon 2019
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16:38 02.11.2019
Activision Blizzard streicht zahlreiche Stellen, obwohl das vergangene Jahr sehr erfolgreich war – und sorgt damit für noch mehr Shitstorm.
Anaheim

Blizzard Chef J. Allen Brack hatte versprochen, dass die Blizzcon 2019 „die beste Blizzcon bisher“ werden soll. Was soll man davon halten, hat das Unternehmen doch für Aktionen von „Diablo: Immortal“ bis zur Blitzchung-Affäre eine Reihe an Shitstorms kassiert?

Wann und wo die Blizzcon 2019 stattfindet, wo es Tickets zu kaufen gibt und was es noch zu Blizzards hauseigener Spielemesse zu wissen gibt, erfahren Sie hier.

Neue Games von Blizzard: Diablo 4 und Overwatch 2 angekündigt

Trotz zahlreicher Kontroversen in den letzten Wochen konnte Blizzard auf der BlizzCon bei seinen Fans punkten: Kein Wunder, denn der Spieleentwickler hat eine breite Palette an langerwarteten Spielen und Erweiterungen vorgestellt. Darunter die folgenden Highlights:

  • Diablo 4
  • Overwatch 2
  • Neue Erweiterung für World of Warcraft
  • Neue Inhalte für Hearthstone
  • Neue Inhalte für Heroes of the Storm

Blizzcon 2019: Warum sind Fans skeptisch?

J. Allen Brack hatte sich bei der Fancommunity von Blizzard bislang nicht gerade beliebt gemacht. Kurz nachdem Brack den Posten des CEO von Mike Morhaime übernommen hatte, kam es zu einer Reihe von Negativschlagzeilen bei Blizzard.

Doch J. Allen Brack scheint überzeugt zu sein, 2019 werde „die beste Blizzcon bisher“ stattfinden. Das geht aus einem Interview hervor, das unter anderem auf dem Games-Portal mein-mmo.de zu lesen ist.

Hier das Zitat von Brack (übersetzt ins Deutsche):

„Die diesjährige Blizzcon formt sich zur besten, die wir bisher hatten, und wir wollen sicherstellen, dass alle in der Blizzard-Community sie gemeinsam erleben können, egal ob sie persönlich vor Ort sind, von zu Hause aus oder innerhalb der Spiele. Wir freuen uns darauf, eine epische Erfahrung zu präsentieren für alle, die unsere kostenlosen Streams schauen – die haben dieses Mal mehr zu bieten als je zuvor –, und auch für alle, die sich die Extras anschauen, die über das virtuelle Ticket verfügbar sind.“

Im selben Artikel listet das Portal zudem Neuerungen auf, die zur Blizzcon 2019 angeblich sehr wahrscheinlich sind. Auch andere Quellen berichten von möglichen Neuerungen. Neben „Overwatch 2.0“, einem „Warcraft 3: Reforged“ und einer neuen Erweiterung für „World of Warcraft“ soll die Blizzcon 2019 wohl auch „Diablo 4“, sowie ein ganz und gar neues Franchise für Fans bereithalten.

Könnte Diablo 4 die Blizzcon retten?

Blizzard hat das Programm der Blizzcon 2019 veröffentlicht. Dort fehlt von einem "Diablo 4" bislang jede Spur. Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden. Denn aus dem Programm wird auch deutlich, dass sich Blizzard noch ein paar Zeitblöcke freigehalten hat. Es kann also davon ausgegangen werden, dass uns trotz der veröffentlichten Programmvorschau noch ein paar Überraschungen erwarten dürften.

Im Fall von Diablo geht aus einem Artikel von gamestar.de explizit hervor, dass ein vierter Teil der Serie kommen wird. Als Beweis wird hier folgendes Zitat angeführt:

"Mit über 500 Artworks aus Diablo, Diablo II, Diablo III und Diablo IV präsentiert dieses Buch zahlreiche bemerkenswerte Kunstwerke, die für das ikonische Action-Rollenspiel von Blizzard Entertainment kreiert wurden, das Generationen von Fans ewig währende Albträume beschert hat. "

Natürlich ist das noch kein Beweis dafür, dass ein vierter Teil der Diablo Serie tatsächlich kommen wird. Wie auch im o.g. Artikel beschrieben, kann es sich dabei auch lediglich um einen Fehler handeln. Außerdem fehlt ein Beleg, dass Diablo 4, sollte es denn ersscheinen, auch auf der Blizzcon präsentiert wird. Es bleibt also abzuwarten.

Ob ein Diablo 4 die politische Zwickmühle überschattet, in der sich Blizzard befindet, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Ein bitterer Beigeschmack bleibt aber vor dem Hintergrund der Blitzchung-Affäre und der Thematik um die Proteste in Hongkong bestehen. Mehr dazu finden Sie weiter unten im Artikel.

Wann ist die Blizzcon 2019?

Die Blizzcon 2019 wird wie üblich nach deutscher Zeit am späten Abend oder nachts stattfinden.

Wann findet die Blizzcon 2019 statt?

Von: Freitag, 1. November, 17.30 Uhr

Bis: Sonntag, 3. November, 6.00 Uhr

Wo kann man Tickets für die Blizzcon 2019 kaufen?

Für die Teilnahme an der Blizzcon ist ein Ticket notwendig.

Sie wollen an der Blizzcon 2019 teilnehmen? Hier gibt es die virtuellen Tickets.

Alle Goodies für Blizzcon-Tickets 2019

Zum Erwerb eines Tickets erhält jeder Käufer auch in diesem Jahr wieder eines der beliebten Goodies.

Sowohl für „WoW“, „Overwatch“, „Hearthstone“, „Heroes of the Storm“ als auch für „Starcraft 2“ gibt es passende Goodies. Zu „Diablo 3“ ist bislang jedoch nichts bekannt.

Mehr Infos zu Goodies finden Sie hier.

Wo findet die Blizzcon 2019 statt?

Die Blizzcon 2019 wird wie üblich in Anaheim, Kalifornien, stattfinden.

Blizzcon 2019: Begleit-Event in Köln

Zur Blizzcon finden zusätzlich Begleit-Events in verschiedenen Ländern statt. Neben England, Frankreich, Spanien und Kanada ist auch Deutschland eines der Länder, in denen ein Begleit-Event zur Blizzcon 2019 stattfinden wird.

Grundsätzlich finden die Begleit-Events immer in sogenannten Meltdown-Bars statt. In Köln wurde ein Begleit-Event zur Blizzcon 2019 angekündigt, das laut Hersteller in diesem Jahr größer und spektakulärer sein soll als jemals zuvor.

Das Event findet wie üblich in allen Meltdown-Bars in verschiedenen Ländern statt. Die einzige Meltdown-Bar in Deutschland befindet sich in Köln.

Meltdown Köln:

Kyffhäuserstraße 39, 50674 Köln

Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Blizzard zur Blizzcon 2019 im Negativ-PR-Strudel

Viele Fans sehen der Blizzcon 2019 nach dem Event im letzten Jahr skeptisch entgegen. Auch die Aussage Bracks, die Blizzcon 2019 wird „die beste Blizzcon bisher“ wird noch mit wenig Zuversicht aufgenommen. Denn die Liste an Punkten, bei denen es sich Blizzard in letzter Zeit mit seinen Fans verscherzt hat, ist lang.

Doch wie konnte es dazu kommen? Wo hat die Abwärtsspirale angefangen? Wie Blizzard seither von einer Negativmeldung in die nächste schlittert, haben wir hier der Übersicht halber zusammengefasst.

Blizzcon 2018 und „Diablo: Immortal“

Erster Anlass für Kritik war ausgerechnet die Blizzcon 2018. Blizzards Spielemesse fiel im letzten Jahr nämlich ohne echte große Neuankündigung recht dünn aus. Lediglich eine mobile Version von „Diablo“ („Diablo: Immortal“) wurde vorgestellt.

Wenn aber die Kerncommunity hauptsächlich aus PC-Spielern besteht und man lediglich ein Handyspiel ankündigt, ist der Frust vorhersehbar. Wenn man dann noch ignoriert, dass PC-Spieler in der Regel eine eher ablehnende Haltung gegenüber mobilen Games haben und auf die Enttäuschung der Fans mit „Don’t you guys have phones?“ („Habt ihr Leute kein Telefon?“) reagiert, grenzt das schon an Provokation.

Die Konsequenz: Die Frage „Don’t you guys have phones?“ verselbstständigte sich in den Händen der Community schnell zum Meme, in dessen Bedeutung der Vorwurf liegt, Blizzard habe den Kontakt zu seiner Kernspielerschaft verloren.

Blizzard: Entlassung von 800 Mitarbeitern

Doch es geht noch weiter. Aufgrund von Umstrukturierungen wurden bei Blizzard etwa um die 800 Mitarbeiter entlassen. Das geschah, kurz nachdem der Chefsessel bei Blizzard seinen Besitzer wechselte und J. Allen Brack seinen Vorgänger Mike Morhaime ablöste. Weiterhin soll Blizzard Entertainment 100 Mitarbeitern Geld angeboten haben, wenn sie im Gegenzug das Unternehmen verlassen. Das scheint im Kontext der allgemein schlechten Arbeitsbedingungen in der Games-Branche aber ein kulantes Angebot zu sein.

Hier ein Beitrag von Patriot Act zur aktuellen Situation in der Gaming Industrie:

Einstellung der HGC – der größten E-Sports-Liga bei „HotS“

Die HGC, die größte „Heroes of the Storm“-Liga (HotS-Liga), wurde kurz nach der Blizzcon 2018 abgesagt. Und das, obwohl auf der Blizzcon noch Werbung für das Event gemacht wurde. Viele Profispieler hatten sich auf das Event vorbereitet und es auf die Preisgelder abgesehen. Spieler und Caster sahen sich gleichermaßen gezwungen, sich neu zu orientieren, da sie plötzlich ohne Job dastanden. Blizzard erntete dafür weitere Kritik.

World of Warcraft“: Extrem viele Reittiere gegen Echtgeld im „WoW“-Shop

Dieser Punkt bedarf gegebenenfalls etwas Erklärung für alle Nichtgamer. Bei der Diskussion um sogenanntes „pay-to-win“ geht es darum, dass sich Spieler zunehmend lautstark über die Firmenpolitik großer Games-Publisher beschweren. Diese versuchen zunehmend die Grenzen für zusätzliche Kaufinhalte ihrer Spiele auszuloten. So auch Blizzard.

Die Erweiterung „Battle for Azeroth“ wurde ohnehin bei vielen Spielern als die schlechteste von allen bewertet. Anstatt die Kritikpunkte der Community auszuräumen, entschied man sich bei Blizzard anders. Es wurden auffällig viele Reittiere in das Spiel implementiert – diese sollten jedoch nur für Spieler zur Verfügung stehen, die mit echtem Geld dafür bezahlen.

Als wäre das noch nicht genug, setzte man bei Blizzard noch einen drauf. Ob beabsichtigt oder nicht – das „See You Later“-Bundle nahmen viele Spieler als Provokation wahr und sorgte für weitere Kritik. Bei dem Bundle hatte Blizzard einige Spielelemente aus dem Shop genommen und mehr oder weniger angedroht, diese seien möglicherweise nie wieder erhältlich.

Zensur bei „Hearthstone“

Als weiteren Anreiz für Shitstorm sorgte die Zensur bei dem virtuellen Kartengame „Hearthstone“. In dem Spiel sind Spielkarten mit teilweise freizügigen Charackterporträts zensiert worden. Insbesondere die zum Teil leicht bekleideten Damen sind seit jeher Bestandteil in den Artworks dieser Branche.

Obwohl Blizzard argumentiert hat, diese Darstellung sei nicht mehr zeitgemäß, sorgte die Zensur für Kritik. Viele Fans nahmen an, die Zensur sei geschehen, um mit Blick auf die strengeren Regeln bezüglich anzüglicher Kleidung und Gewaltdarstellungen in China vorzubeugen.

Blitzchung-Affäre

Zuletzt sorgte die Blitzchung-Affäre für einen weiteren Shitstorm. Was war geschehen? Blitzchung lautet der Name eines „Hearthstone“-Spielers, der von Blizzard aus den Grandmasters ausgeschlossen wurde.

Blitzchung wurden all seine Preisgelder der Saison aberkannt, und die Shoutcaster, die mit ihm ein Interview führten, wurden gleich mitausgeschlossen. Blitzchung hatte sich in einem Stream politisch geäußert und die Proteste in Hongkong unterstützt.

Blizzard geriet für diese Aktion schwer in die Kritik der Fans. Innerhalb kürzester Zeit kam es in diversen Subreddit-Foren zu Protesten und Boykottaufrufen. Inzwischen wurde die Strafe deutlich abgeschwächt und Blitzchung darf in den Grandmasters bleiben.

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Die „Core-Community“, also jene Fans, die Blizzard groß gemacht haben, prangert an, dass das Unternehmen sich von dem trenne, was es ursprünglich einmal ausgezeichnet habe.

So postet dieser Mann auf Reddit etwa Folgendes: „Als ehemaliger US-Marine, der für die Freiheit gekämpft hat, entsetzen mich Ihre Handlungen. Auf Wiedersehen Blizzard.“

Blizzard/comments/dfn9vn/as_a_prior_us_marine_who_fought_for_freedom_your/?ref_source=embed&ref=share">As a prior US Marine who fought for freedom, your actions apall me. Goodbye blizzard from Blizzard/">Blizzard

RND/tr

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